Der Dachauer Kreistag gibt Startschuss für die „Amper Thermalwärme GmbH“.
Dachau - Gegen die Stimmen der drei Freien-Wähler Kreisräte Michael Reindl, Dagmar Wagner und Johann Groß hat der Dachauer Kreistag seine Zustimmung zur Gründung der „Amper Thermalwärme GmbH“ gegeben. Diese privatrechtliche Bohr-Projektgesellschaft soll nun auf dem Gelände des Kommunalunternehmens für Abfallwirtschaft (GfA) in Geiselbullach CO2-freie Erdwärme erschließen und diese dann in das Fernwärmenetz der Stadtwerke Olching einspeisen.
Die Finanzierung des Geothermieprojekts erfolgt laut Landrat Stefan Löwl ausschließlich über GfA-Eigenmittel, Fremdmittel in Form von Krediten und Fördergeldern. „Es werden dafür keine Müllgebühren verwendet“, so Löwl. Die GfA, als gemeinsames Kommunalunternehmens der Landkreise Dachau und Fürstenfeldbruck, wird alleiniger Gesellschafter der „Amper Thermalwärme GmbH“. Michael Reindl (FW) hat das Geothermieprojekt von Anfang an abgelehnt. Es bestünden noch viel zu viele Unklarheiten, vor allem was die Kosten betrifft. Löwl aber weigerte sich, Kostenschätzungen abzugeben. „In diese Falle tappe ich nicht“., erklärte er. Belastbare Zahlen könnten erst jetzt, da die „Thermalwärme GmbH“ offiziell ihre Arbeit aufnehmen dürfte, ermittelt werden.
Er und der Rest des Kreistags zeigten sich aber optimistisch, dass unter der Erde rund um Geiselbullach genügend heißes Wasser zur Wärmegewinnung schlummert. Die Probebohrungen der MTU an der Grenze zu Karlsfeld, deren Bohrtürme von der B304 aus vielen Landkreisbürgern aufgefallen sein dürften, fielen Löwl zufolge mehr aus positiv aus. „Die haben sogar mehr gefördert als geplant!“