Nächste Sperrung kommt obendrauf

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Auch die Tegernsee Bahn muss im Juli ihre Strecke sperren und Ersatzbusse einsetzen. © THOMAS PLETTENBERG

Damit die wohl bis Ende Juli gesperrte Zugstrecke zwischen München und Holzkirchen keine negativen Folgen für Gäste und Urlauber hat, arbeitet die Tegernseer Tal Tourismus GmbH bereits als Lösungen. Wer mit der Bahn ins Tal will, braucht in jedem Fall gute Nerven. Denn: Auch bei der Tegernsee Bahn steht die nächste Streckensperrung mit Schienenersatzverkehr an.

Tegernsee - Für Tourismus-Chef Christian Kausch kommt die Streckensperrung zwischen München und Holzkirchen aufgrund von Schäden an mehreren Weichen zu einer extrem ungünstigen Zeit: „Ausgerechnet zum Ferienstart in Norddeutschland, wo sich viele Urlauber eigentlich darauf verlassen, dass sie mit der Bahn an- und auch wieder abreisen können, dauert diese Sperrung jetzt Wochen.“ Das Tal sei voll, sagt Kausch, der sich eigentlich über das derzeitige „sehr gute Feedback“, das er von den Gastgebern bekomme, freue. Wo doch das Frühjahr im gesamten Alpenraum nicht besonders gut gewesen sei. „Dazu kommen die vielen Veranstaltungen, gerade jetzt im Juli“, so Kausch.

Streckensperrung der Bahn: Lösungen für Seefeste werden noch präsentiert

Allen voran sorgen die Seefeste in Rottach-Egern bereits am Dienstag, 8. Juli, und Tegernsee am Dienstag, 29. Juli, vermutlich auch heuer für einen Besucheransturm. Die Bayerische Regiobahn (BRB) hatte nach Tumulten wegen überfüllter Züge im vergangenen Jahr Verstärker fürs Seefest versprochen – doch das war vor den Gleisschäden. Wegen der Streckensperrung müssen nun Lösungen her. Die gibt es zwar bereits mit Bus-Ersatzverkehr und Großraumtaxis zwischen Giesing und Holzkirchen. Doch insgesamt könnte diese Umsteige-Mühsal dann doch Besucher davon abhalten, überhaupt an den Tegernsee zu kommen. „Wir sind mit allen zuständigen Personen in Kontakt“, sagt Kausch, „letzte Details müssen aber noch geklärt werden, ehe wir eine Lösung kommunizieren können.“ Es gehe darum, noch mehr Busse zu organisieren, so der Tourismus-Chef.

Was Kausch jedoch erzürnt, ist die Äußerung der BRB. Sie hat am Wochenende für die nächste Zeit von Reisen ins Oberland abgeraten. „So einen Satz möchte ich nie wieder hören und lesen“, ärgert sich der Tourismus-Chef, der sich noch gut an Christi Himmelfahrt 2024 erinnert. Da war die Bahnstrecke zwischen Gmund und Tegernsee wegen Arbeiten am Übergang St. Quirin gesperrt, und auch damals hatte die BRB von Zugfahrten abgeraten. Kausch ist aktuell aber vollkommen bewusst: „Die Sicherheit der Fahrgäste geht vor. Und wir wollen doch nicht im Ansatz riskieren, dass etwas passiert.“

Auch Tegernsee Bahn muss Strecke sperren – ausgerechnet zum Tegernseer Seefest

Die Sicherheit ist ein Punkt, der auch Michael Bourjau, Geschäftsführer der Tegernsee Bahn Betriebsgesellschaft (TBG), umtreibt. Denn auch die TBG muss erneut ihre Strecke zwischen Tegernsee und Schaftlach sperren – und zwar ausgerechnet vom 21. Juli (7.30 Uhr), bis 31. Juli (6.30 Uhr), also während der Sperrung zwischen München und Holzkirchen. „Der Aufschub ist unumgänglich“, so TBG-Betriebsleiter Klaus Nottensteiner. Wegen des Ausfalls einer Stopfmaschine, von der deutschlandweit nur zwei Exemplare vorhanden seien, hätten Arbeiten im Mai nicht komplett ausgeführt werden können. „Wir sind froh, noch so kurzfristig ein Zeitfenster für den Einsatz erhalten zu haben“, so Nottensteiner. Es seien umfangreiche Vorarbeiten nötig, die Maschine selbst und auch der Bautrupp seien aber nur von 29. bis 31. Juli verfügbar. Die TBG habe eine Terminverschiebung angefragt, sie sei aber nicht möglich. „Dass die Sperrung genau in die Zeit des Seefestes Tegernsee fällt, bedauern wir sehr, es ist nur leider keine Alternativlösung möglich“, so der Betriebsleiter.

Streckensperrung auch der Tegernsee Bahn: „Ungünstige Terminwahl, aber aus Sicherheitsgründen unumgänglich“

Um die Beeinträchtigung für die Besucher so gering wie möglich zu halten, stehe man mit BRB und RVO in engem Kontakt, um möglichst viele Ersatzbusse einsetzen zu können. So seien Expressbusse zwischen Tegernsee und Holzkirchen geplant. „Es wird gemeinschaftlich an der Ausarbeitung eines Ersatzkonzeptes gearbeitet“, so die TBG, die für die Beeinträchtigungen und die ungünstige Terminwahl um Entschuldigung bittet. „Es ist aber aus Sicherheitsgründen unumgänglich.“

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