Dramatische Verfolgungsjagd nach Tankbetrug und Diebstahl in Lindau: Verdächtiger schießt sich in den Kopf

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Dramatische Verfolgungsjagd nach Tankbetrug und Diebstahl in Lindau: Verdächtiger schießt sich in den Kopf

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Kräfte der Grenzpolizei Lindau, der Polizeidienststellen aus Lindau und Lindenberg sowie aus Beamte aus Österreich nahmen die Verfolgung auf, um den verdächtigen Fahrzeug- und Tankstellendieb zu fassen. © Symbolbild: Panthermedia/chris77ho

Eine spektakuläre Verfolgungsjagd nach einem Tankbetrug und Autodiebstahl in Lindau endete mit einem schwer verletzten Tatverdächtigen.

Lindau/Lindenberg – Am Sonntagabend gegen 22 Uhr bemerkte eine Streife der Grenzpolizeiinspektion Lindau ein verdächtiges Fahrzeug an einer Tankstelle im Industriegebiet. Der Fahrer tankte seinen Pkw und fuhr ohne zu bezahlen davon. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf und versuchten, das Fahrzeug mit einem Signal zu stoppen. Der Lenker des Wagens ignorierte jedoch die Aufforderung und flüchtete. Mehrere Streifen aus Lindau und Lindenberg schlossen sich der Verfolgung an. Es stellte sich heraus, dass das Fahrzeug gestohlen war und der Fahrer eine Schusswaffe besaß.

Der Verdächtige beschleunigte sogar und ignorierte die Versuche, ihn zu stoppen. Er raste durch Lindau in Richtung österreichischer Grenze. Auch die Einsatzkräfte aus dem Nachbarland wurden alarmiert. Bei Bregenz wendete der Fahrer und fuhr zurück Richtung Grenzübergang Hohenweiler. Die wilde Flucht führte über die B 308 Richtung Lindenberg, wobei der Verdächtige mehrere Straßensperren durchbrach und Polizeifahrzeuge rammte.

Flüchtiger Fahrzeugdieb fliegt bei Rohrach aus einer Kehre

In einer Kurve bei Rohrach verlor er die Kontrolle und kam von der Straße ab. Mehrere Streifen blockierten seine Weiterfahrt. Auf die Aufforderung, das Fahrzeug zu verlassen, reagierte er laut der Meldung des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West nicht. Eine Spezialeinheit der österreichischen Polizei umstellte das Fahrzeug. Der Fahrer, inzwischen identifiziert, verbarrikadierte sich und bedrohte die Beamten mit einer Schusswaffe.

Der Verdächtigte stammt gebürtig aus Leutkirch

Nach weiteren Aufforderungen, dass der Mann aus dem Auto steigen solle, griff die Polizei zu. Der 43-jährige, gebürtige Leutkircher schoss sich dabei in den Kopf und wurde schwer verletzt. Rettungskräfte brachten ihn ins Krankenhaus. Die Beamten nutzten ihre Schusswaffen nicht, so die Meldung.

Bei der Verfolgungsjagd wurden drei Dienstfahrzeuge und das Fahrzeug des Verdächtigen beschädigt. Zwei Beamte erlitten leichte Verletzungen. Die Kriminalpolizei-Inspektion Memmingen ermittelt wegen der im Raum stehenden Straftaten, die Herkunft der Waffe ist noch unklar. Die Verkehrspolizei-Inspektion Kempten bearbeitet die Verkehrsdelikte und Schäden. Während des Einsatzes war die B 308 mehrere Stunden gesperrt.

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