Musk kappt Starlink-Zugang für Putins Armee – „gesamte Truppenführung zusammengebrochen“

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Musk hat gemeinsam mit der Ukraine die Starlink-Verbindung der russischen Armee gekappt. Die Folgen für Putins Armee sind drastisch.

Moskau/Kiew – Im Ukraine-Krieg setzt Russland auf die Starlink-Technologie von Elon Musk – das wurde Wladimir Putin nun zum Verhängnis. Jahrelang konnten russische Drohnenpiloten ihre Drohnen mithilfe des Satelliteninternets manuell auf ukrainische Ziele lenken. Laut ukrainischen Angaben waren die Drohnen dadurch außerdem immun gegenüber elektronischer Störung. Nun hat die Ukraine in Zusammenarbeit mit dem Starlink-Betreiber SpaceX die russische Verbindung zu dem Satelliten-Internet gekappt. Das berichtete ntv.

Ein russischer Soldat startet im Ukraine-Krieg eine Drohne
Russland greift die Ukraine immer wieder mit Drohnen an, bisher halfen dabei Starlink-Satelliten © picture alliance/Russian Defense Ministry Press Service

Das löste unter russischen, kremltreuen Bloggern laut BR eine mittelgroße Panik aus. Der russische Militärblogger Roman Saponkow meldete am Donnerstagmorgen (5. Februar) auf seinem Telegram-Kanal, dass „ausnahmslos alle“ Frontabschnitte ohne Verbindung zu Starlink seien.

Der Telegram-Kanal „Zwei Majore“ postete, zu Starlink gebe es derzeit einfach „keine Alternativen“. Und ein anderer Kreml-Propagandist bilanzierte: „Die ukrainischen Streitkräfte und Musk haben die Umstände geändert und versuchen nun, die russische Armee massiv von der ukrainischen Grenze fernzuhalten. Es scheint, als ob sie Erfolg haben. Starlink ist ein Supernetzwerk. Diese Satelliten machen 65 % aller künstlichen Erdtrabanten aus. Der Kampf geht weiter.“

Starlink-Satelliten ermöglichen Internet an der Front im Ukraine-Krieg

Das Internet der Starlink-Satelliten wird sowohl von ukrainischen als auch von russischen Streitkräften zur Kommunikation und zur Zielbestimmung sowie zur Steuerung von Waffensystemen genutzt. Starlink bietet auch in abgelegenen Gebieten eine stabile Internetverbindung. Die Ukraine erhielt Starlink bereits kurz nach Beginn des russischen Angriffskriegs und ist stark darauf angewiesen. Polen finanzierte das System und zahlte zwischen 2022 und 2024 fast 77 Millionen Euro für etwa 25.000 Terminals und den Zugang zum Satellitennetzwerk. Während Kiew von der US-Firma direkt mit dem System ausgestattet wurde, beschaffte sich Moskau die Satellitenschüsseln über Dritte.

Anfang Februar gab der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow bekannt, dass ukrainische Starlink-Nutzer ihre Empfangs-Terminals bei den ukrainischen Behörden registrieren sollten. Er schrieb am 1. Februar auf X: „Dank der ersten Schritte, die in den letzten Tagen unternommen wurden, wurden keine Ukrainer durch russische Drohnen getötet, die Starlink nutzen – und das ist unbezahlbar.“ Am Donnerstag schrieb Fedorow dann: „Die Starlink-Whitelist funktioniert – autorisierte Terminals arbeiten normal.“ Inzwischen scheinen also alle unautorisierten Terminals keine Verbindung mehr zum Starlink-Internet herstellen zu können.

Musk schaltet Starlink ab: Folgen für Putins Armee im Ukraine-Krieg wohl verheerend

Laut einem Berater des ukrainischen Verteidigungsministeriums sind die Folgen verheerend: „Beim Feind gibt es an der Front nicht nur ein Problem, sondern eine Katastrophe. Die gesamte Truppenführung ist zusammengebrochen. In vielen Abschnitten wurden Angriffsaktionen eingestellt.“ Wie der BR berichtete, forderten viele kremlnahe Blogger nun, ein eigenes russisches Netzwerk auf die Beine zu stellen oder die Starlink-Satelliten zu zerstören. Wie lange die Starlink-Ausfälle die russischen Einheiten beeinträchtigen und ob sie diese durch andere Kommunikationsmittel kompensieren können ist noch unklar. (Quellen: ntv, BR, Telegram, X, eigene Recherche) (cdz)

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/politik/starlink-gekappt-putins-armee-im-ukraine-krieg-ohne-internet-94157785.html