Der Jugendliche erlitt lebensgefährliche Verbrennungen durch die Oberleitung und kämpft seitdem um die Genesung.
Wolfratshausen - Anfang Juli des vergangenen Jahres erschütterte ein schrecklicher Unfall viele Menschen in ganz Bayern. Ein damals 14-Jähriger war gemeinsam mit zwei 16-jährigen Freunden in Wolfratshausen auf einen geparkten Kesselwagen geklettert. Der Zuganhänger stand in der Nähe des Bahnhofs auf einem Abstellgleis. Beim Klettern griff der Teenager an die 15 000 Volt führende Oberleitung und erlitt durch den Stromschlag lebensgefährliche Verletzungen. Er wurde schnell in eine Münchner Klinik geflogen. „Dort stellte sich heraus, dass 80 Prozent der Körperoberfläche verbrannt waren“, erläuterte die zuständige Bundespolizei damals gegenüber unserer Zeitung.
Der Jugendliche befindet sich nach wie vor in medizinischer Behandlung. „Aussagen über den aktuellen Gesundheitszustand des Jungen können wir nicht treffen“, teilte eine Sprecherin der Bundespolizei auf Nachfrage unserer Zeitung mit. „Er stand am Anfang eines langwierigen Heilungsprozesses. Wie weit dieser vorangeschritten ist, entzieht sich unserer Kenntnis.“ Die Beamten warnen in diesem Zusammenhang immer wieder vor den Gefahren im Gleisbereich. Seinerzeit hatte es über die sozialen Medien propagierte Wettbewerbe gegeben. Die Herausforderung: Wie nah kann man Oberleitungen kommen.