„Sag doch Schaumkuss“: Sebastian Krumbiegel fordert sensibleren Umgang mit Sprache

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Der Wandel der Sprache führt immer wieder zu gesellschaftlichen Diskursen. Auch Prinzen-Sänger Sebastian Krumbiegel hat eine klare Meinung dazu.

Leipzig – Was man nicht mehr sagen darf oder sagen soll, daran scheiden sich bereits seit Jahren die Geister. Manch ein Begriff, der einst noch alltäglich anmutete, gilt inzwischen als veraltet oder gar diskriminierend. Während sich die einen in dieser Hinsicht deshalb sensibilisieren, fürchten andere ein vermeintliches Sprachverbot – eine hitzige Debatte. In die schaltet sich nun auch Sebastian Krumbiegel (58), Sänger der Band Die Prinzen, ein.

Sebastian Krumbiegel über sensible Sprache: Er möchte „niemanden beleidigen“

Der 58-Jährige gilt als äußerst engagiert und eckt mit seiner Meinung auch gerne mal an. Er könne „die Unsicherheit verstehen“, was das Thema Sprache angehe, so Sebastian Krumbiegel jüngst in einem Interview mit stern.de. Jedoch wolle er „niemanden beleidigen“ – und passe seine Wortwahl entsprechend an.

Dass seine 82-jährige Mutter nach wie vor den umstrittenen, von manch einem gar als rassistisch wahrgenommenen Begriff „Mohrenkopf“ verwende, stört den Prinzen-Sänger. Er wünscht sich einen respektvolleren Umgang untereinander: „Ich habe ihr geantwortet: ‚Ich verstehe, dass du dich gemaßregelt fühlst. Aber wenn du genau weißt, dass du damit andere Leute beleidigst, dann sag doch einfach Schaumkuss.‘ Das tut nicht weh.“

Prinzen-Sänger selbstkritisch: Sebastian Krumbiegel möchte kein „alter weißer Mann“ sein

Oft hinterfragt der gebürtige Leipziger sein Verhalten. Ihm sei es wichtig, „fortschrittlich und ein moderner Mensch“ zu sein, so Krumbiegel im Gespräch mit regensburger-nachrichten.de im Oktober vergangenen Jahres. Er wolle keinesfalls als „alter weißer Mann“ gelten, so der überzeugte Pazifist: „Dieser Begriff, mit dem ein im Kopf nicht mehr beweglicher, ultra-konservativer, vielleicht sogar reaktionärer Kerl gemeint ist, möchte ich nie sein.“

Sebastian Krumbiegel, Sänger der Prinzen.
Sebastian Krumbiegel spricht sich für einen sensibleren Umgang mit Sprache aus. © dts Nachrichtenagentur/Imago

Dass Sebastian Krumbiegel keinen Hehl aus seiner Abneigung gegen rechtsextremistisches und nationalistisches Gedankengut macht, gefällt nicht jedem. Bereits mehrfach konnten Lesungen, bei denen der auch als Autor aktive Musiker auftrat, nur unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen stattfinden. Auch andere Prominente befassen sich mit gesellschaftlichen Debatten. So fordert Frédéric von Anhalt (81) eine Toilette für alle. Verwendete Quellen: stern.de, regensburger-nachrichten.de, zeit.de

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