Kälte, Schnee und Sonne – das lockt nicht nur viele Ausflügler in den Landkreis, sondern animiert auch Einheimische zum Wintersport. Dass es beim Angebot aber noch Verbesserungsmöglichkeiten gibt, zeigte jetzt die Kritik im Kreuther Gemeinderat.
Kreuth – Immer wieder zog es zuletzt den Kreuther FWG-Gemeinderat Markus Wrba zum Wandern und Langlaufen nach draußen. Allerdings stolperte er über zwei Gegebenheiten auf Kreuther Flur, die das Wintersportvergnügen in der Gemeinde trüben, wie er in der jüngsten Gemeinderatssitzung anmerkte. So sei die ansonsten super gespurte Loipe im Kreuther Tal am Salzstadl hinter Bayerwald durch Schnee zugeschüttet und schlecht befahrbar, monierte Wrba. Da es sich wohl um geräumten Schnee vom Parkplatz gegenüber und vom Salzstadl-Umgriff handele, sei dieser mit Split, Zweigen, Steinen und anderen Gegenständen verdreckt. Das schade auch den Skiern.
„Das Problem sind die dort gelagerten Baumstämme, durch die der Räumdienst keine andere Möglichkeit hat, als den Schnee in den Loipenbereich zu kippen“, berichtete Wrba. Er bat darum, die Forstbehörde, welche die Baumstämme dort abgelegt hat, darauf hinzuweisen und ihr nahezulegen, diese doch zu entfernen. Bürgermeister Josef Bierschneider (CSU) hatte das Anliegen nach eigenen Worten bereits vor Längerem an das Fortamt adressiert. Er versprach aber, jetzt aus aktuellem Anlass noch einmal nachzuhaken.
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Die andere Sache, die Wrba monierte, war die nicht als Rodelbahn präparierte Wallbergstraße. „Die Straße war völlig zugeschneit. Warum hat die Wallbergbahn sie nicht im Sinne der Rodelbahnpflege mit der Pistenraupe bearbeitet?“, fragte der Gemeinderat. In Österreich überschlage man sich geradezu, um Rodelbahnen nicht zuletzt für Urlauber und Ausflügler herzurichten. Er bat darum, sich über die Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT) mit der Wallbergbahn in Verbindung zu setzen.
Aus dem Gremium indes kam die Erklärung, dass die mit 6,5 Kilometern längste Naturrodelbahn Deutschlands eben genau das sei: eine Naturrodelbahn. Und dass ihr Zustand in der Gesamtheit, also inklusive der steilen und anspruchsvollen Stücke im oberen Bereich, betrachtet werde, ehe die Wallbergbahn die Rodelbahn öffnet. Außerdem sei die Beschaffenheit und Menge des Schnees bisher nicht geeignet gewesen, um seitliche Schneewände“, die unabdingbar für die Sicherheit seien, auszuformen.
Tatsächlich lässt das Wintervergnügen am Wallberg weiter auf sich warten. Auf der Homepage der Wallbergbahn steht aktuell noch immer zu lesen: „Aktuell noch kein Rodelbetrieb. Unsere Rodelbahn ist eine Naturrodelbahn. Für den Betrieb brauchen wir ergiebigen Schneefall. Das liegt auch daran, dass sie vergleichsweise steil ist. Für eine sichere Abfahrt braucht es einen üppige Grundlage. Daher ist die Rodelbahn leider aktuell noch geschlossen.“