Veränderung bei Grippewelle: Ärzte und Apothekerin geben Tipps zu Prävention und Behandlung

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Grippewelle schlägt in Bayern zu: „Nicht zu lange draußen bleiben“

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Es herrscht Erkältungs-Hochsaison: Um sich vor Grippe und Co. ausreichend zu schützen, geben Ärzte und Apotheker praktische Tipps. Und sprechen Appelle aus.

Freising – Die Temperaturen sind weiterhin niedrig, überall wird gehustet und geniest. Die Grippewelle ist da und mit ihr einige Fragen: Wie prekär ist die Lage, und wie schützt man sich am besten? Das Freisinger Tagblatt hat die wichtigsten Antworten der hiesigen Experten eingeholt.

Atemwegserkrankungen
Die aktuelle Grippewelle hat schon viele Menschen erwischt. (Symbolbild) © Philip Dulian/dpa

Die Impfstoffversorgung in Oberbayern sei aktuell gut, wenngleich es vergangene Woche teilweise zu Engpässen gekommen sei, weiß der Freisinger Ärztesprecher Georg Miedl zu berichten. Er beobachtet in diesem Jahr einen früheren Anstieg der Grippewelle als noch in den vergangenen Jahren. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Faschingszeit rät er altersunabhängig zu einer Schutzimpfung: „Die lohnt sich für jeden, um einen schweren Verlauf zu vermeiden.“

Was dem Immunsystem bei Grippe hilft

Auch Ingrid Kaiser, Inhaberin der Engel-Apotheke in Freising und Apothekensprecherin im Landkreis, bestätigt die aktuell stabile Versorgung mit dem Grippeimpfstoff. Er sei ausreichend vorhanden, zudem würden Arztpraxen auch selbst über Vorräte verfügen. Den Vormarsch der Grippe betrachtet sie hingegen mit Sorge. „Wirklich schlimm“ sei es, wie das Virus mittlerweile zuschlage. In früheren Jahren seien die Leute oftmals mit einem grippalen Infekt davongekommen, inzwischen habe sich die Lage geändert und es sei häufiger die richtige Grippe respektive die Influenza. Jedoch könne man einiges für seine eigene Gesundheitsprävention tun, um im Voraus dem Gröbsten zu entgehen. „Dazu gehört es, Großveranstaltungen zu meiden und nicht zu lange draußen zu bleiben – lieber öfter und dafür kürzer“, erklärt Kaiser. Zudem lohne es sich, das Immunsystem zu stärken und sich warm anzuziehen. Und wenn es einen doch erwischt hat, helfe vor allem Ruhe, Schlaf sowie viel Tee und Wasser trinken. Vitamin C könne auch nicht schaden, „aber nicht zu viel“.

Angelika Haslbeck, Hausärztin in Kranzberg, verzeichnet aktuell eine rückläufige Bereitschaft der Menschen, sich gegen Grippe impfen zu lassen. Die Zahl der Influenzafälle sei zwar nicht überdurchschnittlich hoch, aber dennoch bereits höher als im Vorjahr. Auch Corona ist Haslbeck zufolge nicht von der Bildfläche verschwunden, die gemeldeten Fälle bewegten sich allerdings in einem niedrigen bis moderaten Bereich. Ihr Tipp: „Regelmäßiges Händewaschen, in Bus und Bahn am besten Maske aufsetzen und wer krank ist, bleibt zu Hause. Meine Bitte: Wer kann, sollte sich impfen lassen!“