Von der Sanierung der Turnhalle Feldafing gibt es gute Neuigkeiten: Das Dach ist drauf, und vermutlich noch vor Weihnachten wird das Gerüst abgebaut. „Wir sind im Zeit- und im Kostenrahmen“, sagt Bürgermeister Bernhard Sontheim.
Feldafing – Mehr als vier Millionen Euro investiert die Gemeinde Feldafing in die Sanierung und Renovierung ihrer Turnhalle. Ein paar Überraschungen gab es, aber insgesamt ist Bürgermeister Bernhard Sontheim sehr zufrieden. „Es läuft hervorragend“, sagt er auf Anfrage des Starnberger Merkur. Nachdem die Arbeiten sowohl im Kosten- als auch im Zeitplan verlaufen, rechnet er mit einer Fertigstellung der Arbeiten im März. Dann können die Sportler und die Schüler die Turnhalle wieder nutzen.
Das Dach hatte dem Chef des gemeindeeigenen Planungsunternehmens Pewu, Roger Himmelstoß, Mitte Oktober noch Sorgen bereitet. Weil es Lieferschwierigkeiten bei Uginox, dem ursprünglich gewählten Material für das Dach, gegeben hatte. Deshalb entschied sich der Gemeinderat dafür, ein Aludach aufbringen zu lassen. „Genauso haltbar und stabil, gleichwertig und auch preislich gleich“, hatte Himmelstoß im Gemeinderat für einen Wechsel plädiert.
Der Erfolg gibt ihm Recht: Gut zwei Monate später ist das Dach drauf, und Sontheim spricht sogar davon, dass das Gerüst vermutlich noch vor Weihnachten abgebaut wird. Das wäre eine Erleichterung für die Nachbarn, denn das Gerüst schränkt vor allem optisch, aber auch vom Platz her den Raum vor dem Betreuten Wohnen und der Bücherei erheblich ein.
Die größte unangenehme Überraschung bei den Bauarbeiten war die belastete Mineralwolle, die unter dem Hallenboden auftauchte. Weniger wegen der zusätzlichen Kosten von rund 10 000 Euro, sondern wegen des großen Aufwands, den die Entsorgung erforderte. „Wir mussten in der Halle einen Unterdruck erzeugen und mit Schleusen arbeiten, damit das Zeug nicht umherfliegt“, sagt Sontheim. Bei 460 Quadratmeter Hallenboden war das sehr viel Arbeit.
Eine andere Überraschung war die Feststellung, dass im Eingangsbereich offenbar jahrzehntelang Wasser unter die Bodenplatte gelaufen ist. „Das Dämmmaterial war total aufgeweicht“, berichtet Sontheim. Das und eine kaputte Lüftungsklappe fielen jedoch finanziell nicht weiter ins Gewicht. Der neue Estrich für den Hallenboden ist laut Bürgermeister aufgebracht, und im neuen Jahr, wenn er ausreichend getrocknet ist, kommt der Schwingboden drauf. „Es läuft gut“, betont Sontheim. „Unseres Wissens nach ist eigentlich jetzt nichts mehr da, was kritisch werden könnte, weil wir ja schon fast alles auseinandergenommen haben.“ Das müsse demnächst wieder aufgebaut werden. Auch die Sportgeräte, die im Bauhof und im Waldherrhaus am Kirchplatz lagern.
Dass die Arbeiten in der Halle so gut laufen, ist laut Sontheim dem Engagement von Pewu-Chef Himmelstoß und dem mit der Sanierung beauftragten Architekten Max Reitmeier geschuldet. „Roger Himmelstoß war jeden Tag auf der Baustelle, die machen beide einen Topjob.“