Sportpark wird zur Geduldsprobe

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Jahrelang hatte die Gemeinde um einen Acker verhandelt, der die Erweiterungspläne immens erschwerte – erst gab es eine Zusage und es wurde umgeplant. Nun ist diese Planung auch wieder Makulatur. © Gemeinde Inning

Die Verhandlungen für „Zwickel“ im Rahmen der Sportpark-Erweiterung in Inning sind geplatzt.

Inning - Die schlechten Nachrichten sollten in der Inninger Gemeinderatssitzung am Dienstag nicht abreißen. Noch bevor Bürgermeister Walter Bleimaier von dem Förderstopp der Regierung von Oberbayern für bezahlbaren Wohnraum berichtete, musste er nach einer Bürgeranfrage zum Sportpark verkünden, dass der mündlich bereits zugesagte Grundstückskauf geplatzt sei. „Es geht zurück zur Lederhose“, so Bleimaier.

Bei der Frühjahrsversammlung der Vereine hatte sich Bleimaier noch gefreut, dass er sich mit den Grundbesitzern für das letzte „Zwickel“, eine 5700 Quadratmeter große Fläche, hat einigen können. Er hatte die mündliche Zusage und deshalb auch eine neue, großzügigere Planung (wir berichteten). „Die Forderungen wurden daraufhin unannehmbar. Ich persönlich bin tief enttäuscht.“ Mehr sagte der Bürgermeister in der öffentlichen Sitzung am Dienstag nicht. Aber die Tagesordnungspunkte 8 bis 12 waren damit hinfällig und wurden abgesetzt. Denn diese betrafen allesamt die neue Sportpark-Planung, für die eine Änderung der Bauleitplanung erforderlich gewesen wäre. Bleimaier hätte dies alles am Dienstag gerne auf den Weg gebracht. Nun geht‘s aber doch zurück zur „Lederhose“. So hatte Landschaftsplanerin Monika Treiber die Sportparkfläche bezeichnet, weil sie mit viel Fantasie und von Süden nach Norden betrachtet wie eine Lederhose wirkte, denn die besagte Ackerfläche ragt von Süden her in den Sportpark.

Christian Ritzer, Fußball-Abteilungsleiter beim SV Inning, war es, der das Thema bei den Bürgeranfragen angestoßen hatte, als er anmahnte, dass seine Abteilung nicht auf längere Zeit auf die Plätze verzichten könne, wenn sie gleichzeitig gebaut würden. „Wir platzen schon jetzt aus allen Nähten.“ Aktuell erlebe der Sportverein einen guten Mitgliederzulauf. Das sei erfreulich, aber „wenn die ausweichen müssen, kommen die nicht zurück“, befürchtete er. „Und was passiert mit dem Haus der Vereine?“, wollte Ritzer wissen. Ob Umbaumaßnahmen geplant seien? Bleimaier verwies darauf, dass es einen Plan für ein neues Vereinsheim gebe, das allerdings nicht vor 2027 gebaut werden könne. „Wir können nicht gleichzeitig einen Plan für den Vereinsheim-Umbau vorlegen.“ Er erinnerte die anwesenden Vertreter des SV Inning und bat damit gewissermaßen um die Geduld, in der er sich selbst sichtlich übt: „Wir bauen ein sensationelles Sportgelände, leider müssen wir die Planung wieder ändern.“

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