Radschnellweg Garching: Bund übernimmt 75 Prozent der Kosten

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Die Radl-Autobahn verbindet Garching mit München, hier die „Garchinger Kurve“ im Hintergrund die U6. © Die Radl-Autobahn verbindet Garching mit München, hier die „Garchinger Kurve“ im Hintergrund die U6.

Der zweite Bauabschnitt des Radschnellwegs von Garching zum Forschungscampus kostet weniger als ursprünglich veranschlagt.

Garching – Gute Nachrichten für Radfahrer und Steuerzahler: Der zweite Bauabschnitt des Radschnellwegs von Garching zum Forschungscampus wird günstiger als geplant.

Radschnellweg Garching: 1,2 Millionen Euro günstiger als geplant.

Die Kosten belaufen sich auf 2,8 Millionen Euro – eingeplant waren im Kreishaushalt ursprünglich vier Millionen. Das günstige Angebot sei wohl auf die Konkurrenz im Baugewerbe zurückzuführen, die wieder lebendiger geworden sei, so der Projektleiter in der Kreisverwaltung. Der Landkreis, der den Radschnellweg in Sonderbaulast auf dem Gebiet der Stadt Garching baut, hat die notwendigen Grundstücke bereits erworben und der Bauausschuss beschloss einstimmig, die Tief- und Straßenbauarbeiten an den günstigsten Bieter zu vergeben. Der Baubeginn für den zweiten Teil des 23 Kilometer langen Pilotprojekts ist für August vorgesehen, die Fertigstellung soll im Juni 2026 erfolgen. Dann kann man von der Münchner Innenstadt in nur 65 Minuten kreuzungsfrei mit Tempo 20 bis zum Forschungscampus radeln.

Der Bauabschnitt Nord startet am westlichen Ende des Schafweidewegs und führt über die bestehenden Fahrradstraßen „Am See“ und „Schafweide“ bis zur Autobahn A9. Die Strecke verläuft größtenteils auf bestehenden Wegen , deren Asphaltdecke erneuert wird.. An einigen Stellen muss auf den Bau eines separaten Gehwegs verzichtet werden, sodass Fußgänger und Radfahrer die Straßen gemeinsam nutzen.

Ein markanter Punkt ist die Überquerung der A9, wo die bestehende Brücke verbreitert wird.

Der Bund unterstützt das Projekt und übernimmt 75 Prozent der zuschussfähigen Kosten. Das Bundesverkehrsministerium habe zugesichert, dass der Förderbescheid bis Ende Juli vorliegen wird, berichtet der Projektleiter.

Im Jahr 2027 folgt der nächste große Schritt: der Bau einer rund 200 Meter langen Brücke nördlich des U-Bahnhofs Hochbrück über die B471. Bis dahin müssen Radfahrer und Fußgänger sich eine Unterführung teilen. Die Gesamtkosten für die Brücke werden auf sieben Millionen Euro geschätzt, allein für die Planung rechnet der Landkreis mit 350.000 Euro. Auch hier erhielt der günstigste Bieter den Zuschlag. Die Planung wird das Landratsamt in vier Stufen beauftragen, zunächst werden drei verschiedene Entwürfe für die Brücke vorgelegt. Bereits in Betrieb ist der südliche Abschnitt des Radschnellwegs. Hier fahren Radfahrer komfortabel über drei Kilometer von der Kreuzung der Bundesstraßen 13 und 471, entlang des Schleißheimer Kanals bis südlich des U-Bahnhofs Garching-Hochbrück. Die Strecke wird von solarbetriebenen Leuchten per Bewegungsmelder erleuchtet.

Auch ökologische Aspekte werden berücksichtigt: Der Garchinger Kreisrat Philipp Bauer (Grüne) erkundigte sich, ob für den Nord-Abschnitt des Radschnellwegs Ausgleichsmaßnahmen vorgesehen seien, was Landrat Christoph Göbel (CSU) bestätigte. Christina Risinger (Grüne) aus Ismaning regte an, CO2-speichernden oder CO2-reduzierten Asphalt mit Recycling-Beton zu verwenden. Christoph Göbel versprach, diesen Vorschlag prüfen lassen.

icb

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