In einem neunstöckigen Hochhaus in Taufkirchen ist in der Nacht auf Dienstag ein Brand ausgebrochen. Neun Bewohner wurden verletzt, eine Mutter und ihr einjähriges Baby schwer.
Taufkirchen - Eine Mutter und ihr einjähriges Baby haben eine schwere Rauchgasvergiftung erlitten beim Brand in einem neunstöckigen Mietshaus an der Waldstraße in Taufkirchen. Das Feuer war in der Nacht auf Dienstag gegen 3 Uhr ausgebrochen. Wegen der Brandursache ermittelt noch die Polizei.
Mutter mit Baby kann aus der brennenden Wohnung flüchten
Als die Freiwillige Feuerwehr kurz nach 3 Uhr eintraf, waren schon die ersten Hausbewohner vor dem Qualm aus dem neunstöckigen Gebäude geflüchtet. Die Haustür stand offen, sodass die Einsatzkräfte gleich sahen: Eine Wohnungstür im Erdgeschoss brannte. Ob sich noch jemand in dieser Wohnung befand, war kurz unklar, dann kam eine Mutter, Baby im Arm, um die Ecke. Sie hatte aus der brennenden Wohnung flüchten können, sagt Taufkirchens Feuerwehrkommandant Florian Schreyer, der den Einsatz leitete.
Zwei Schwerverletzte und sieben Bewohner mit leichter Rauchgasvergiftung
Möglicherweise ist die Mutter mit ihrem Baby durchs Fenster entkommen. Da hatten beide aber schon eine Menge Rauchgas eingeatmet. Rettungsdienst und Kindernotarzt kümmerten sich um die beiden Schwerverletzten. Weitere sieben Hausbewohner haben leichte Rauchvergiftungen erlitten, fünf von ihnen kamen ebenfalls ins Krankenhaus. Den Rettungseinsatz leitete die Johanniter Unfall-Hilfe.
34 Feuerwehrleute aus Taufkirchen und Ottobrunn im Einsatz
Den Brand hatte die Feuerwehr schnell gelöscht. 34 Kräfte aus Taufkirchen und Ottobrunn waren im Einsatz, meldet die Feuerwehreinsatzzentrale. Feuerwehrtrupps kontrollierten alle Stockwerke, holten nach und nach alle Bewohner aus dem Haus. Mit einem Überdruckbelüftungsgerät war der Rauch verdrängt worden.
Rund zwei Dutzend Bewohner standen in der kalten Nacht
Rund zwei Dutzend Bewohner standen in der kalten Nacht. Teils kamen sie in Rettungswagen unter, einige setzten sich auch in ihre Autos, Motor an und Heizung hochdrehen. Nach etwa einer Stunde konnte die Feuerwehr die Leute wieder in ihre belüfteten Wohnungen bringen. Für die Feuerwehr war der Einsatz um 5.30 Uhr beendet. Mutter und Baby müssen laut Rettungskräften wohl länger im Krankenhaus bleiben. Zu Brandursache und Schaden konnte die Polizei noch keine Angaben machen.
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