Neun Wohnungen in der Kohlstatt: Baustart für Haus der Lenggrieser Baugenossenschaft

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Die Bagger sind in der Kohlstatt angerückt. Die Baugenossenschaft Lenggries errichtet neun Wohnungen.   © cs-press

Es hat lange gedauert, aber nun geht es endlich los in der Kohlstatt. Das Projekt hat eine zehnjährige Vorgeschichte und wurde immer wieder verschoben.

Bad Tölz - Die Bagger sind angerückt und bearbeiten das Terrain. Die Baugenossenschaft Lenggries (BGL) errichtet dort südlich des „Jägerwirts“ einen Neubau mit neun Wohnungen. Wie Ralf Zimmermann vom BGL-Vorstand auf Nachfrage sagt, entstehen Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen, die auf 700 Quadratmeter Wohnfläche in drei Vollgeschossen verteilt sind. Der Bau besitzt einen Keller in einer Wanne. Die Ausrichtung des Satteldachs erfolgt, sonnenfreundlich für die Bewohner, in Ost-West-Richtung. Der Planer des Bauwerks ist derselbe wie bei dem stattlichen BGL-Wohnhaus an der Osterleite. Der Stellplatzschlüssel der Stadt werde erfüllt, sagt Zimmermann.

Das Gebäude mit den neun Genossenschaftswohnungen in der Kohlstatt soll im kommenden Jahr fertig sein. Der Neubau wird ans Fernwärme-Netz der Stadtwerke angeschlossen. Auch deshalb hat sich der Bau zuletzt verzögert, so Zimmermann. „Wir hatten da aber gar keinen Druck.“

Großer Protest wegen gefällter Linde

Das Projekt hat eine zehnjährige Vorgeschichte und wurde etwa wegen der Hochwasserproblematik und Nachbareinsprüchen immer wieder hinausgeschoben. Von Anfang an rief es großes öffentliches Interesse hervor. Zum Beispiel wegen einer stattlichen Linde, die der frühere Tölzer Bürgermeister Josef Janker um den Jahreswechsel 2017 herum zugunsten des sozialen Wohnungsbaus fällen ließ. Der Bau entsteht nämlich auf einem früheren städtischen Grundstück. Die Stadt besitzt bei einigen Wohnungen 20 Jahre lang ein Mitspracherecht bei der Belegung. Das hat sich bei dem Vorhaben nicht geändert, das im Laufe der Jahre einige Umplanungen erfuhr. Die von Janker anvisierte Miete von sieben Euro pro Quadratmeter ist, so Zimmermann, heute nicht mehr zu halten. Man werde aber immer noch 20 bis 30 Prozent unter der marktüblichen Miete liegen.

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Wie Maria Haubner vom BGL-Vorstand sagt, haben sich bereits Interessenten gemeldet. „Es gibt aber keine Warteliste.“ Die Mieter werden, wenn es so weit ist, über ein Auswahlverfahren bestimmt. Der Tölzer Bürgermeister Ingo Mehner freut sich, dass es nun losgeht in der Kohlstatt. Auch deshalb, weil Baugenossenschaften günstiger als die öffentliche Hand bauten, ihren sozialen Auftrag erfüllten und eine gute Hand bei der Belegung hätten.

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