Klare Worte bei der ÜPWG-Versammlung
Bereit für die Kommunalwahl: Wörths Gemeindechef Thomas Gneißl, zugleich Vorsitzender der Überparteilichen Wählergemeinschaft (ÜPWG), möchte als Bürgermeister „seinen Hut im Ring lassen“, wie er in der ÜPWG-Mitgliederversammlung im Hörlkofener Sportheim erklärte. „Ich würde gerne weitermachen“, sagte er, „aber das hat der Wähler zu entscheiden“. Große Motivation für ihn sei, dass die Mehrheit der Leute wohl mit seinem Handeln „nicht unzufrieden“ sei und er begonnene Projekte gerne weiterführen würde.
Die fraktionsübergreifende Zusammenarbeit funktioniere nach wie vor sehr gut. „Ich bin davon überzeugt, dass alle im Gemeinderat vertretenen Fraktionen ein gemeinsames Ziel verfolgen, nämlich unsere Gemeinde weiterzubringen und in allen Belangen fit für die Zukunft zu machen.“ Trotz der einen oder anderen durchaus kontroversen, „aber auch fruchtbaren Diskussion“ würden alle wesentlichen Entscheidungen in der Regel einstimmig getroffen. „Politische Befindlichkeiten spielen keine Rolle“, betonte Gneißl. „Der Rat steht zusammen, auch wenn’s mal unbequem und turbulent wird.“
Gneißl führt die Gemeinde seit zehn Jahren. „Es werden sich viele aus dem Gremium verabschieden. Wir werden Bewegung haben, auch bei der ÜPWG“, sagte der Gemeindechef mit Blick auf die Kommunalwahl 2026. Die ÜPWG wolle zusammen mit den anderen Gruppierungen als „bürgerliche Mitte“ verlässlich und berechenbar für die Kommune einstehen – das umso mehr „in heftigen Zeiten“ mit einer sich erheblich verändernden Gesellschaft.
Zu den aktuellen Projekten sagte Gneißl: „Wir haben grad immens viele Bälle in der Luft.“ So ist Wörth daran, die Schulerweiterung mit Teilneubau, neuer Schulsport- und Vereinssporthalle sowie schulischem Ganztagsbetreuungszentrum auf den Weg zu bringen. Mit Zentrum und Halle soll Anfang 2026 begonnen werden, die Realisierung des 60-Millionen-Projekts (wir berichteten) werde sich bis 2033 erstrecken.
Außerdem soll das Feuerwehrhaus mit einem Erweiterungsbau den aktuellen Erfordernissen angepasst werden. Hierfür habe man im Westen, anschließend ans bestehende Gebäude, ein Grundstück erwerben können. Das Nahwärmenetz im Ort Wörth soll weiter ausgebaut werden, und die Sanierung der ehemaligen Gaststätte „Klösterl“ sei im Fokus (wir berichteten), werde aber angesichts der anstehenden, großen Maßnahmen voraussichtlich nicht zeitnah umgesetzt. Beschäftigen würden die Kommune weiterhin die verschiedenen Schienenprojekte, mit der Hoffnung, dass das Eisenbahnkreuzungsgesetz geändert werde, um bahnanliegende Kommunen finanziell zu entlasten.