US-Präsident Donald Trump hat Mexiko scharf kritisiert und mit neuen Strafzöllen gedroht. Hintergrund ist ein Streit um Wasser, das laut einem Vertrag aus dem Jahr 1944 den Vereinigten Staaten zusteht. Dieser verpflichtet Mexiko dazu, Wasser mit Texas und anderen US-Grenzregionen zu teilen.
In einem Beitrag auf Truth Social schrieb Trump: „Mexiko verletzt weiterhin unser Wasserabkommen, und diese Verletzung schadet unseren wunderschönen texanischen Feldern und Tieren ernsthaft.“ Er stellte eine konkrete Rechnung auf: „Mexiko schuldet den USA über 985 Milliarden Liter Wasser, weil es in den letzten fünf Jahren gegen unser Abkommen verstoßen hat.“
Trump will 246 Millionen Liter Wasser bis Ende Dezember
Trump forderte, dass Mexiko bis Ende des Jahres mindestens 246 Millionen Liter freigibt und den Rest bald danach liefert. Falls dies nicht geschehe, werde er einen fünfprozentigen Zoll auf mexikanische Waren verhängen, drohte er und schrieb: „Je länger Mexiko braucht, um das Wasser freizugeben, desto mehr werden unsere Bauern geschädigt. Mexiko hat die Verpflichtung, das jetzt zu lösen“.
Streit um Handelsabkommen
Der Konflikt fällt ausgerechnet in eine Zeit, in der die Zukunft des US-Mexico-Canada-Abkommens (USMCA) überprüft wird. Trump hatte bereits angedeutet, dass er das Abkommen aufkündigen könnte. Laut „Newsweek“ befürchten Experten, dass ein Rückzug aus dem Vertrag den Handel zwischen den Ländern stark beeinträchtigen könnte. Besonders betroffen wären die Landwirtschaft und die Automobilindustrie.
Militäraktionen nicht ausgeschlossen - Mexiko wehrt sich
Trump hatte zuletzt auch militärische Maßnahmen gegen mexikanische Drogenkartelle ins Spiel gebracht. „Würde ich Angriffe in Mexiko starten, um Drogen zu stoppen? Für mich ist das in Ordnung, was auch immer nötig ist, um Drogen zu stoppen“, sagte er im Oval Office.
Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum wies Trumps Drohungen entschieden zurück. Sie betonte laut „Newsweek“, dass Mexiko keine militärische Intervention der USA akzeptieren werde.