In „Tatort: Stille Nacht“ ist mit US-Sängerin Helen Schneider ein Star von Welt dabei. Wie denkt sie über ihre Krimi-Rolle?
Bremen – Sie hat Rock‘n‘Roll im Blut: US-Star Helen Schneider (71) kennt dank ihres Durchbruchs als Sängerin zu Beginn der 1980er-Jahre die kleinen und großen Bühnen dieser Welt. Doch die Frau mit der tollen Stimme ist vielseitig begabt und fand so ihren Weg zum Schauspiel. Im neuen „Tatort“ aus Bremen feiert sie nun ihr Rollen-Debüt.
Helen Schneider verstärkt den Bremen-„Tatort“: US-Sängerin ist jetzt öfter dabei
Denn was ursprünglich als kleiner Gastauftritt geplant war, hat jetzt Zukunft: Helen Schneider, die in „Stille Nacht“ die Gerichtsmedizinerin Edda Bingley verkörpert, soll das Team um Jasna Fritzi Bauer (35) und Luise Wolfram (37) ab sofort nämlich dauerhaft verstärken. „Plötzlich war klar, dass wir es weitermachen wollen. Ich bin bereit“, so die 71-Jährige über ihr „Tatort“-Engagement bei bild.de.
Für die gebürtige New Yorkerin geht es im sechsten Fall des Ermittlerduos Moormann (Bauer) und Selb (Wolfram) direkt düster los. Gleich bei ihrem ersten Auftritt in der beliebten Krimi-Reihe muss sie nämlich einen Leichenfund verkünden. Nach einem launigen Karaoke-Abend wird ein Familienvater erschossen aufgefunden – ein makaberer Episoden-Einstieg für die „Rock‘n’Roll Gypsy“-Interpretin.
Helen Schneider über ihre Rolle als „Tatort“-Pathologin: „Kalt und gruselig“
Die Rolle gefällt Helen Schneider, auch wenn sie mit dem Berufsfeld wenig anfangen kann: „Pathologin? Nein!“, macht sie im „Brisant“-Interview deutlich. Auch andere Faktoren stören die in Hamburg lebende Deutsch-Amerikanerin: In der Pathologie sei es „kalt [und] bisschen gruselig“. Außerdem sei der Job „in der Mode nicht besonders interessant“. Dabei soll es aber nicht bleiben. Schon jetzt deutet die ausgebildete Schauspiel-Dozentin an, dass Gerichtsmedizinerin Edda Bingley eine Weiterentwicklung durchlaufen werde.
Übrigens: Ihre Fans dürfen also gespannt sein, wie es mit dem neuen „Tatort“-Star weitergeht. Es ist übrigens nicht Helen Schneiders erste Rolle in der ARD-Reihe: 2009 wirkte sie bereits in „Tatort: Borowski und die Sterne“ als ehemalige Jugendliebe eines Rockstars mit. Obwohl die Filme seit Jahren Kult sind und Millionen von Zuschauern vor den Fernseher locken, ist ein blamabler Patzer im Köln-„Tatort“ jüngst kaum jemandem aufgefallen. Verwendete Quellen: „Brisant“ (Das Erste/ARD Mediathek; Ausgabe vom 5. Dezember), daserste.de, bild.de