Auf den heißen Juni folgte der große Regen: Dieses Jahr war es keine Rekordsaison im Freibad. Am 27. September geht‘s für die Schwimmer in der Halle weiter.
Im Juni sah es so aus, als steuere man auf ein Rekordjahr zu: Knapp 30 000 Besucher tauchten in der ersten Hitzewelle des Jahres im Erdinger Freibad ab, berichtet der Leiter der Freizeitanlagen bei den Stadtwerken, Robert Maier, auf Nachfrage unserer Zeitung. Allein am 29. Juni gingen 3500 Badegäste durch die Drehschranken des Schwimmbads. „Der 29. Juni war lustigerweise auch im vergangenen Jahr der stärkste Tag“, erinnert sich Maier an die Vorjahressaison mit knapp 80 000 Badegästen zwischen Mitte Mai und Mitte September.
In diesem Sommer 72 000 Badegäste
Heuer waren es rund 8000 weniger, denn im Juli kam der Wettereinbruch. Bei Dauerregen und zum Teil frischen Temperaturen war für viele der Badespaß erst mal zu Ende. Da half es laut Maier auch nicht, dass man ins Vario-Becken hätte ausweichen können. Das hat in den Sommermonaten vornehmlich für Schulen und Vereine geöffnet, darf aber auch von allen anderen Badegästen genutzt werden.
Trotzdem sind sie nach dem Schwimmen im wärmeren Vario-Becken-Wasser zumindest für kurze Zeit widrigen Witterungsbedingungen ausgesetzt, wenn sie zu den Warmbrausen und Umkleidekabinen im Außenbereich marschieren müssen. Auch das mag viele von einem Schwimmbadbesuch abgehalten haben, spekuliert der Bereichsleiter bei den Stadtwerken.
Draußen im Sportschwimmbecken und im Nichtschwimmerbecken hatte das Wasser den ganzen Sommer über angenehme 24 Grad, im Planschbecken 26 Grad oder mehr. „Bei heißem Wetter erwärmt sich das Wasser im Edelstahlbecken zusätzlich“, so Maier.
Sieben Aufsichtskräfte im Schichtdienst hatten von Mitte Mai bis vergangenen Sonntag ein waches Auge auf die Badegäste, an heißen Tagen unterstützten sie Aktive der DLRG und der Wasserwacht.
Stabile Preise in der Wintersaison
Für saubere Duschen, Umkleidekabinen, Gänge und Wege sorgten sechs Reinigungskräfte, an der Kasse hielten sechs Damen in Teilzeit die Stellung – und blieben auch ruhig und freundlich, wenn sich die Warteschlange bis zu den Parkplätzen hinzog.
Seit heute ist das Freibad geschlossen, am 27. September beginnt dann die Schwimmsaison im Hallenbad – „voraussichtlich“, wie die Stadtwerke in ihrer Pressemitteilung schreiben. Die Preise bleiben laut Maier stabil, und auch in diesem Jahr gibt es für Vielschwimmer wieder die Hallenbad-Saisonkarte. Diese wurde laut dem Bereichsleiter voriges Jahr eingeführt. Für 275 Euro kann man kommen, so oft man will, auch mehrmals am Tag.
„Da haben wir schon einige Stammkunden, die das nutzen“, berichtet Maier. „Wenn man fünf bis sechs Mal pro Woche ins Hallenbad geht, rentiert sie sich auf jeden Fall“, sagt er. Bei zwei bis drei Mal Schwimmen empfiehlt er den 50er-Coin. „Aber die Damen an der Kasse beraten die Gäste auch gerne zur besten Option“, so Maier.