Wilde Gerüchte um Zukunft einer Institution in Ort in Bayern

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Marco Sailer (2.v.l.) – hier mit (v.l.) Frank Zellner, Michaela Vollmer, der Eigentümerin des „Rigi-Centers“, und Karin Leibold-Streicher – hat die VHS Peißenberg zu Jahresbeginn verlassen. © Gallmetzer

Marco Sailer hat die VHS Peißenberg verlassen. Die Nachfolgerin ist bereits gefunden. Ihr Name wird aber erst später bekannt gegeben.

Langweilig war es bei der Volkshochschule Peißenberg (VHS) in den vergangenen Monaten nicht: Anfang des Jahres ist die Geschäftsstelle vom „Rigi-Center“ ins „Flöz“ umgezogen, um Kosten einzusparen. Nun hat Marco Sailer, der die VHS Peißenberg rund drei Jahre geleitet hat, die Einrichtung verlassen und die Geschäftsführung der VHS Penzberg übernommen.

Wie geht es jetzt an der VHS in der Marktgemeinde weiter? Wird überhaupt nach einem neuen Leiter gesucht? Es gab teilweise wilde Spekulationen über die Zukunft der Peißenberger Volkshochschule. Insbesondere die Tatsache, dass die Marktgemeinde in ihrer Stellenausschreibung nicht nach einem Geschäftsführer, sondern lediglich nach einer Teamleitung suchte, sorgte für Gesprächsstoff. Es machten auch Gerüchte die Runde, dass Bürgermeister Frank Zellner künftig die Leitung der VHS mit übernehme.

Gerüchte machen die Runde

Inhaltlich spiele das keine Rolle, sagt Zellner auf Nachfrage der Heimatzeitung: „Wir haben zwar lange von einem ,Geschäftsführer‘ gesprochen, in der Satzung unserer VHS ist seit jeher von einem ,Leiter‘ oder einer ,Leiterin‘ die Rede“, erläutert der Bürgermeister. Nun habe man sich dazu entschieden, in der Stellenausschreibung die Bezeichnung zu verwenden, die in der Satzung verankert sei. An den Aufgaben oder an der Funktion der neuen Leitung ändere das aber nichts.

Die intensive Suche nach einem Nachfolger für Sailer hat Zellner zufolge kürzlich Erfolg gezeigt. Wer die VHS Peißenberg in Zukunft leitet, könne allerdings erst in ein paar Wochen bekanntgegeben werden, da diejenige noch in einem anderen Arbeitsverhältnis stehe. „Spätestens im März haben wir eine neue Leiterin“, sagt der Bürgermeister.

Übergangsphase bald vorbei

In der Übergangsphase werde die Peißenberger Volkshochschule von ihm und der Vorsitzenden des VHS-Vereins, Karin Leibold-Streicher, geleitet. Das sei allerdings lediglich eine Zwischen- und keine Dauerlösung. Die Geschäftsstelle sei nach wie vor besetzt und für die Kundschaft erreichbar, da die beiden Bürokräfte weiter für die VHS arbeiten, die derzeit dafür sorgen, dass alles weiterläuft. „Die beiden Mitarbeiterinnen halten den Betrieb aufrecht“, sagt Zellner.

Sailer habe die Programmplanung für das kommende Semester abgeschlossen, bevor er nach Penzberg gewechselt sei. „Es ist alles gut vorbereitet worden von ihm“, so der Bürgermeister. Zudem sei er in Penzberg nicht aus der Welt und bleibe der VHS Peißenberg insofern erhalten, dass die Leitung des Pfaffenwinkel-Verbunds, in dem sich die fünf Volkshochschulen im Landkreis zusammengeschlossen haben, bei der Penzberger VHS liege, deren Leiter Sailer jetzt ist. „Es ist gut, dass uns Herr Sailer im Verbund erhalten bleibt“, sagt Zellner. Generell sei er zufrieden, dass die VHS nun gut aufgegleist sei: „Wir sind froh darüber, dass wir eine kompetente Nachfolgerin für Herrn Sailer gefunden haben“, sagt Zellner.

Träger ist ein Verein

In Peißenberg wird die VHS durch einen Verein getragen, die Marktgemeinde bezuschusst die Bildungseinrichtung jedes Jahr. Auch die Arbeitsverträge der VHS-Mitarbeiter werden mit der Marktgemeinde abgeschlossen. Bezahlbare Weiterbildung anzubieten ist eine Aufgabe der kommunalen Selbstverwaltung.