Caspar David Friedrich im Mittelpunkt einer Ausstellung im Bosco
Gauting - Mit zahlreichen Ausstellungen in ganz Deutschland wird in diesem Jahr der 250. Geburtstag von Caspar David Friedrich gefeiert. Auch das Theaterforum Gauting widmet dem 1774 in Greifswald geborenen romantischen Maler einen eigenen Themenschwerpunkt.
Friedrich prägte mit Motiven wie dem „Eismeer“, dem „Watzmann“ und vor allem dem „Wanderer über dem Nebelmeer“ das Bild der Romantik. Der Künstler ging raus in die Natur, um naturgetreue Skizzen anzufertigen, die später als Grundlage seiner Gemälde dienten. Über die Jahre erstellte er so hunderte, wenn nicht tausende Studien von Bäumen, Felsen und Landschaften. In seinem Atelier fasste er verschiedene, teils sogar aus unterschiedlichen Regionen stammende Skizzen zu den Ideallandschaften seiner Ölgemälde zusammen.
Der in Bernau am Chiemsee wohnende Fotograf Kilian Schönberger, geboren 1985 in der Oberpfalz, hat sich auf eine fotografische Spurensuche begeben. Das Ergebnis ist sein neuester Bildband „Lockruf der Einsamkeit“, auf dem die Ausstellung im Bosco beruht. „Großformatige Fotografien von spektakulären Naturschauplätzen laden dazu ein, Deutschlands Landschaften bei einzigartigen Wetter- und Lichtstimmungen neu zu entdecken“, heißt es in einer Mitteilung des Bosco. Zum Teil seien sie an Originalschauplätzen entstanden.
Der Multivisionsvortrag, den der Künstler zur Ausstellungseröffnung am kommenden Dienstag, 19. November, präsentiert, stellt die Bilder des romantischen Malers und die modernen Fotografien gegenüber, erweitert um persönliche Anekdoten aus dem Leben des Fotokünstlers. Die Ausstellung läuft anschließend bis 19. Januar 2025. Die Fotos sind zu sehen zu den Öffnungszeiten des Bosco sowie bei den Abendveranstaltungen. Die Ausstellungseröffnung beginnt um 19 Uhr, der Eintritt ist frei.
Der Film „Caspar David Friedrich – Grenzen der Zeit“ von Peter Schamoni erhielt 1987 den Bundesfilmpreis in Gold. Er zeigt die Erlebnisse und Landschaften, die den Maler inspirierten, und schildert zugleich, welchen Intrigen er durch seine bornierte Umwelt ausgesetzt war. Zu sehen ist der Dokumentarfilm am Dienstag, 10. Dezember, um 19.30 Uhr im Breitwandkino. Den Abschluss des Themenschwerpunkts bildet die Lesung von Eberhard Rathgeb aus seinem Buch „Maler Friedrich“ am Dienstag, 14. Januar 2025, um 20 Uhr.