Was ist alles im Landkreis erreichbar und erlebbar, wenn man klimabewusst handelt und das Auto einmal stehen lässt? Das soll auch der vierte autofreie Sonntag in der Region zeigen.
Er findet am kommenden Sonntag, 22. September, statt. Zahlreiche Kommunen beteiligen sich mit Aktionen für Erwachsene und Kinder.
„Jeder Kilometer, den wir nicht fahren, ist gut“, sagt Tobias Lexhaller von der Bürgerstiftung für den Landkreis Fürstenfeldbruck bei der Vorstellung des Programms. Der autofreie Sonntag läuft heuer zum ersten Mal unter dem Dach der Bürgerstiftung nach dem Aus des Energiewendevereins Ziel 21. Die beiden Haupt-Organisatoren sind trotzdem weiterhin Gottfried Obermair und Max Keil, jahrelang an der Spitze von Ziel 21.
Eine Alternative zum Autofahren ist unter anderem das Fahrrad. So veranstaltet der Fahrradclub ADFC Fürstenfeldbruck am autofreien Sonntag eine große Sternfahrt zur Furthmühle. „Es sind so viele einzelne Sternfahrten wie noch nie“, sagt ADFC-Chef Adi Stumper beim Pressegespräch. Insgesamt neun Touren sind, teils schon frühmorgens unterwegs. Sie starten unter anderem in Pfaffenhofen, Augsburg, Landsberg, Dachau, Starnberg und Eching (Kreis Freising). An der Furthmühle gibt es eine Führung. Danach steht eine Einkehr in der Waldgaststätte Oberweikertshofen auf dem Programm. „Die Sternfahrt ist eine gute Gelegenheit, um zu zeigen, wie viele Leute eigentlich Radl fahren“, sagt Stumper.
Ebenso mit dem Rad geht es am Sonntag auf Hofladentour. Die Aktion habe schon im vergangenen Jahr viele angezogen, sagt Organisator Max Keil. Die Radtour beginnt um 10 Uhr am Hofladen der Metzgerei Plabst in Unterschweinbach. Dann geht es weiter zum Backverein Egenhofen. Weiter geht es nach Kuchenried zum Hof der Familie Heitmeir und den rund 6000 Hühnern. Die letzte Station liegt wieder in Unterschweinbach. Der Familienbetrieb Gärtnerei Klement öffnet seine Türen und erläutert die Besonderheiten und Herausforderungen beim Obst- und Gemüsebau. Unterwegs warten Kostproben sowie Infos über Laden und Produkte auf die Teilnehmer. Zum Abschluss lädt das Lichtspielhaus in Fürstenfeldbruck alle Radler ab 16 Uhr zum Film „Natürlich die Autofahrer“ mit Heinz Erhard ein. Der Eintritt ist frei.
Wer zu Fuß unterwegs ist, kann am autofreien Sonntag den Vogelpark in Olching, das Bauernhofmuseum Jexhof, das Pfefferminzmuseum in Eichenau besuchen oder an einer Abenteuertour durchs Emmeringer Hölzl teilnehmen. Daneben bietet das Landratsamt an diesem Tag kostenlose Schnupperfahrten mit dem Bus an. „So kann man mal sehen, wohin man mit dem Bus fahren kann“, sagt Annegret Mitterer-Kettenberger von der Stabsstelle ÖPNV im Landratsamt. Vom Landkreis aus käme man beispielswiese bis nach Starnberg oder gar Bad Tölz, so Mitterer-Kettenberger.
Brucks Oberbürgermeister Christian Götz betont: „Es geht im Wesentlich darum, die Aufmerksamkeit darauf zu richten, nachhaltig unterwegs zu sein.“ Organisator Gottfried Obermair meinte abschließend, der autofreie Sonntag soll kein Verbot darstellen, sondern eine freiwillige Aktion sein.
Aktionen zur Europäischen Mobilitätswoche
Mit dem autofreien Sonntag endet die Europäische Mobilitätswoche. In deren Rahmen finden auch im Landkreis einige Aktionen statt. Am Infostand der Stadt Fürstenfeldbruck können am Freitag, 20. September, Eltern und Kinder Lastenräder auf dem Geschwister-Scholl-Platz ausprobieren. Auch einen Thermografie-Spaziergang gibt es. Man kann Oberflächenthermometer ausleihen und erfahren, wie unterschiedlich sich Flächen aufheizen. In Olching gibt es ein Bus-Training für Schüler am Donnerstag, 19. September. So sollen sich Kinder sicherer fühlen, und Eltern können dann wiederum das Auto stehen lassen. Der autofreie Schultag findet am Freitag, 20. September, statt. Weitere Infos: www.lkr-ffb.mobilitaetswoche.bayern.