Möglichst lange selbstbestimmt zuhause leben zu können, das möchten nicht nur Senioren, sondern das ist auch ein politischer Auftrag. Einen großen Beitrag dazu leistete Maria Brosch, die kürzlich als Vorsitzende des Mindelheimer Seniorennetzwerkes verabschiedet wurde.
Mindelheim – Bei einem Treffen des Seniorennetzwerks im Mindelheimer Rathaus, das mit 22 Personen sehr gut besucht war, wurde wieder die Brisanz des Themas deutlich. Die“ Babyboomer“ kommen in den Ruhestand, das heißt, die Zahl der Senioren wird steigen und einhergehend auch die Aufgaben. Ein Sozialstaat wie die Bundesrepublik Deutschland steht hier in der Verpflichtung, Kommunen und auch Landkreise bei dieser Basisarbeit zur Seite zu stehen.
Vorsitzende des Mindelheimer Seniorennetzwerks Maria Brosch verabschiedet sich in den Ruhestand
Die Stadt Mindelheim, und das erklärte auch Maria Brosch, Leiterin des Seniorenbüros der Stadt Mindelheim und seit 2017 Vorsitzende des Seniorennetzwerks, habe hier bereits gute Voraussetzungen und Grundlagen geschaffen, um Senioren zu unterstützen. Die Stadt betreibt eine eigene Fachstelle für Senioren, die gut ausgelastet ist. Neben der Betreuung von Projekten, wie die Begleitung der Gruppe für pflegende Angehörige, ist vor allem die Organisation und Betreuung des Nachbarschaftshilfeprojekts „Wir für Dich“ eine wichtige Aufgabe von Maria Brosch. „Es gibt viele Menschen in Mindelheim, die sich hier ehrenamtlich und mit Freude in der Seniorenarbeit einbringen und ich werde diese Menschen vermissen“, so die Leiterin des Seniorenbüros, die ab Oktober in den Ruhestand geht.
Neben vielen Beratungsgesprächen organisierte Brosch auch Projekte, unter anderem das Schülerprojekt „Hey, Alter!“, das einen Beitrag zur Sensibilisierung Jugendlicher im Umgang mit älteren Menschen leistete. Mehrmals wurde dieser Kurs mit Schülern der Mittelschule erfolgreich durchgeführt. Für ihre Leistung zollten ihr alle anwesenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer große Anerkennung. Michael Diepolder von der Caritas-Sozialstation Diakonie erklärte, wie wichtig diese Netzwerkarbeit, ja die regelmäßige Begegnung der Organisationen sei und erklärte, dass zukünftig seine Sozialstation mit der Ambulanten Krankenpflege Bad Wörishofen zusammengelegt werde und dann neu unter dem Namen „ Ambulante“ auftrete. Dies gab auch Marc Engstle von der Ambulanten Krankenpflege Bad Wörishofen so bekannt.
Worte des Dankes für langjährige Arbeit von Maria Brosch
Als stellvertretende Vorsitzende des Seniorennetzwerks fasste Stadträtin Ursula Kiefersauer in einem Dankeswort die Leistung von Maria Brosch zusammen. Wesentliche Impulse, wie die Forderung nach einer Begegnungsstätte für Senioren, derzeit verwirklich im Maria-Ward-Kloster oder das Angebot einer Tagespflege zur Entlastung pflegender Angehöriger sind vom Seniorenwerk ausgegangen. „33 Stellen wurden als Bedarf an Tagespflegeplätzen für die Stadt ermittelt und bisher haben wir 14“, so Kiefersauer, das sei doch ein Anfang.
Dass noch immer Luft nach oben ist, auch das machte Kiefersauer deutlich, wenn es um das Thema „Generationentreff“ geht. Dass inzwischen die Angebote für Senioren wachsen und dass auch die ökumenische Arbeit in der Zeit von Maria Brosch gefördert wurde, machte sie auch deutlich. Mit langanhaltendem Applaus bedankten sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei Maria Brosch für ihre 11-jährige engagiert Tätigkeit und wünschten für den Ruhestand alles Gute.
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