„Männer, wir sind hier in unserer Halle. Wir werden jetzt mit Stolz raus gehen und die zwei Punkte für uns sichern. Lasst uns Spaß haben!“ Mit diesen Worten hat Trainer Przemyslaw „Miga“ Migala seine Heimerer Schulen Baskets (HSB) am Samstagabend zum ersten Saisonheimspiel aufs Feld geschickt. Aber das erste und das letzte Viertel der Bezirksoberliga-Partie gegen den SV Mammendorf war kein Spaß für das DJK-Team, das auf Top-Scorer Jadranko Matosevic verzichten musste.
Landsbgerg - Der Start war passabel: In den ersten sieben Minuten standen beide Teams gut in der Verteidigung und keine Mannschaft konnte mehr als zwei Punkte Vorsprung herausspielen. Am Ende des ersten Spielabschnitts verfehlten die Hausherren dann ein ums andere Mal den Korb, während die Mammendorfer weiter trafen. So lag Landsberg zur ersten Pause mit 9:17 Punkten zurück.
Im zweiten Viertel wechselte das Wurfglück die Seiten. Während die Mammendorfer kein Rezept gegen die jetzt mit Zonenverteidigung agierenden HSBler fanden und von der Freiwurflinie fünf Gelegenheiten ausließen, fiel der Ball für die Heimerer Baskets immer wieder in den Korb. Das Viertel ging mit 17:12 an die Hausherren, die aber zur Halbzeit noch mit 26:29 zurück lagen.
Fünf Dreier
Nach der Halbzeit hatte das Migala-Team seine stärkste Phase. Den Hausherren gelang es ein ums andere Mal, ihre Schützen in Position zu bringen. Fünf Dreier, vier davon allein von Topscorer Christoph Hornung, waren die Basis für das 21:11-Viertelergebnis, wodurch aus dem 3-Punkte-Rückstand eine 7-Punkte-Führung wurde.
Zu Beginn des letzten Spielabschnittes sah es so aus, als würden die Landsberger nun einen sicheren Sieg einfahren. Sie bauten die Führung auf elf Punkte aus und hatten ihren Gegner zu diesem Zeitpunkt gut im Griff. Doch plötzlich zeigte das DJK-Team Nerven, nutzte seine Chancen im Angriff nicht mehr und machte den SV Mammendorf wieder stark.
Spannung pur
1:29 Minuten standen noch auf der Uhr als der dritte Dreier in Folge im Landsberger Korb landete und der Vorsprung der Hausherren auf einen Punkt zusammengeschmolzen war. 29 Sekunden vor Ende trat dann der stark spielende Mo Siegwardt für zwei Freiwürfe an die Linie, von denen er einen verwandelte: 58:56. Im Gegenzug zog der Mammendorfer Topscorer Kilian Flotzinger ein Foul und durfte seinerseits für zwei Versuche an die Freiwurflinie. 22 Sekunden vor Ende die Chance zum Ausgleich. Der erste Freiwurf fällt in den Korb: 58:57. Alle in der Halle hielten den Atem an und atmeten tief durch als der zweite Versuch das Ziel verfehlte. Die HSB brachten diesen knappen Vorsprung über die letzten Sekunden.
Am kommenden Sonntag (17 Uhr) bei Tabellenführer Oberhaching 2 wird sich das Team von Przemyslaw Migala steigern müssen, wenn sie auch das dritte Spiel der jungen Saison gewinnen wollen. Erster gegen Zweiter - das wird gewiss spannend.