In Freising wird wieder ausgeschenkt: Der Tag des Bieres findet bei trockener Witterung am 24. April statt. Dann gibt‘s ein Glas Bier für drei Euro – und die Hälfte davon ist sogar für einen guten Zweck.
Freising – Für Freisings Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher ist der Tag des Bieres vor allem mit einem Gefühl verbunden: Aufbruchstimmung. „Nach der langen Corona-Zeit war er die erste offizielle Veranstaltung der Stadt“, erinnerte er im Rahmen eines Pressegesprächs. Doch auch ganz ohne Pandemie läute er die Freilichtveranstaltungen im Jahreskalender ein, die über Altstadtfest (so es denn mal wieder stattfindet) und andere Events schließlich mit dem Volksfest ins spätsommerliche Finale mündet. „Deshalb ist der Tag des Bieres eine tolle Geschichte.“
Seit 2001 gibt es das fröhliche Beisammensein auf dem Marienplatz unter der Regie der Stadt sowie der beiden Traditionsbrauereien Weihenstephan und Hofbrauhaus. Der Tag des Bieres erinnert an das Reinheitsgebot, das im April 1516 erlassen wurde. Und so wird auch am Donnerstag, 24. April, ab 16 Uhr bei Live-Musik an den historischen Akt erinnert: Der „Herold“ wird um 15.45 Uhr, begleitet von den Freisinger Studentenverbindungen und der Stadtkapelle Freising, von der Oberen Hauptstraße zum Marienplatz ziehen und dort vor dem Anzapfen das Reinheitsgebot verlesen. Bis in die Abendstunden – je nach Wetter bis 21 Uhr – wird das Glas Bier für drei Euro ausgeschenkt. Dabei fließt nicht nur der Gerstensaft in den Krug, sondern die Hälfte des Erlöses in einen sozialen Zweck: Das Geld kommt der Lebenshilfe zugute.
Während der Tag des Bieres nur bei trockenem Wetter stattfindet, gibt es unabhängig von meteorologischen Faktoren in jedem Fall bereits um 15 Uhr eine Führung. Wissensdurstige können sich ab 15 Uhr „Auf die Spuren alter Freisinger Braustätten“ machen, wo unter anderem im historischen Sporrerkeller viel Spannendes über Freisings große Tradition als Bierstadt serviert wird. Anmeldung in der Touristinfo ist erforderlich unter Tel. (0 81 61) 5 44 41 11 oder per Mail an touristinfo@freising.de. Treffpunkt ist vor der Touristinfo im Asam.
Der OB selbst wird die Aufbruchstimmung beim Tag des Bieres dieses Jahr nicht selbst erleben. Er bricht mit der Familie bereits zuvor in die Ferien auf. Im kommenden Jahr wiederum dürfte Eschenbacher, der, wie berichtet, 2026 nicht mehr zu den Kommunalwahlen antritt, mit dem Fest Abschiedsgefühle verbinden. „Es wird einer meiner letzten offiziellen Akte als OB sein.“