Sternenhimmel im März: Von Frühlingssternbildern bis zur Sonnenfinsternis

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Im März zeigt der Himmel seine Vielfalt. Während die Planeten verblassen, sorgen Sonne und Mond gleich für zwei Schauspiele am Himmel.

München – Der März ist der Monat, in dem der astronomische Frühling beginnt – im Jahr 2025 ist es am 20. März um 10.01 Uhr so weit, dass die Sonne den Frühlingspunkt überquert und den Frühling einläutet. Auch der Sternenhimmel verändert sich passend zur Jahreszeit, doch die eigentlichen Highlights finden in diesem Monat unter Zusammenarbeit von Sonne und Mond statt.

Gleich zwei Finsternisse gibt es im März am Himmel zu bestaunen. Zuerst findet eine Mondfinsternis statt – die man in Deutschland allerdings nur sehr schwer beobachten kann. Das liegt am schlechten Timing: Der Erdschatten wandert nämlich erst dann über den Vollmond, wenn dieser bereits im Begriff ist, unterzugehen. In den USA kann man am 14. März eine totale Mondfinsternis erleben, während es hierzulande nur für wenige Prozent Bedeckung am frühen Morgen reicht. „Man braucht einen wirklich freien Blick zum Westhimmel, um etwas davon zu sehen“, sagt Uwe Pilz von der Vereinigung der Sternfreunde gegenüber IPPEN.MEDIA.

Im März gibt es gleich zwei Finsternisse: Eine Sonnenfinsternis und eine Mondfinsternis

Gut zwei Wochen später sind die Bedingungen deutlich besser: Am 29. März schiebt sich der Neumond zwischen Sonne und Erde und verdeckt einen Teil der Sonnenscheibe – eine partielle Sonnenfinsternis ist zu sehen. Sie findet statt, wenn die Sonne mittags hoch am Himmel steht. „Der Höhepunkt ist etwa um 12.20 Uhr“, erklärt Pilz. „Man kann teilweise die Verfinsterung der Sonne für etwa eine Stunde verfolgen, die Dauer hängt vom Standort ab.“

Überblick über die partielle Sonnenfinsternis am 29. März 2025.
Überblick über die partielle Sonnenfinsternis am 29. März 2025. © Vereinigung der Sternfreunde

Pilz warnt davor, ungeschützt in die Sonne zu schauen oder „irgendwelche“ Hilfsmittel zu verwenden. „Vieles davon lässt einen Teil der Strahlung durch – unsichtbar, aber dennoch schädlich.“ Er empfiehlt, sich einen geeigneten Schutz zu besorgen. „Gut geeignet sind die Sonnenfinsternisbrillen, die es für ein paar Euro im Handel gibt.“ Fachleute haben jedoch vor gefälschten Sonnenfinsternisbrillen aus dem Internet gewarnt – auch hier muss man also aufpassen.

Nachthimmel im März: Die Frühlingssternbilder tauchen langsam auf

Doch auch am Nachthimmel ist im März einiges zu sehen: Einige Wintersternbilder wie Orion sind noch sichtbar, während sich allmählich die Frühlingssternbilder um Löwe, Jungfrau und Bärenhüter am Himmel ausbreiten. Wer genau hinschaut, kann auch das unscheinbarste Sternbild des Tierkreises entdecken: den Krebs. Er ist zwar sehr lichtschwach, beherbergt jedoch zwei faszinierende offene Sternhaufen: M44 („Krippe“) und M67.

Die „Krippe“, im Englischen auch „beehive“ (Bienenstock) genannt, erscheint mit bloßem Auge als nebliges Fleckchen am Himmel. Sie enthält mehr als 300 Sterne, die etwa 600 Lichtjahre von der Erde entfernt sind. M67 ist mit dem Fernglas sichtbar und umfasst insgesamt rund 500 Sterne. Mit etwa vier Milliarden Jahren gilt er als sehr alt.

Was ist am Sternenhimmel zu sehen? Der Monatsüberblick zeigt es. © IMAGO/imageBROKER/Allexxandar

Planeten im März 2025: Sichtbarkeit lässt nach – außer bei Merkur

Im Januar und Februar waren die Planeten gut am Himmel zu sehen, doch im März nimmt ihre Sichtbarkeit ab. Nur Merkur zeigt sich für kurze Zeit deutlich am Abendhimmel. Der sonnennächste Planet ist selten am Himmel zu sehen, da er meist vom Sonnenlicht überstrahlt wird. Anfang März, besonders am 5. März, ist er jedoch in der Abenddämmerung gut zu beobachten. Am 7. März kann man mit einem Teleskop erkennen, dass Merkur nur halb beleuchtet ist, ähnlich wie der Mond Phasen zeigt. Ab dem 10. März wird es schwierig, ihn überhaupt noch am Abendhimmel zu finden.

Die Venus, die lange als „Abendstern“ sichtbar war, verliert allmählich an Helligkeit. Ab dem 20. März ist sie kaum noch zu erkennen. Am 25. März kann man die Venus sowohl am Morgen- als auch am Abendhimmel mit einem Fernglas sehen, bevor sie als „Morgenstern“ erscheint. Auch der Mars hat den Höhepunkt seiner Sichtbarkeit überschritten. Er bleibt im März bis nach Mitternacht sichtbar, wird jedoch schwächer und kleiner und geht jeden Abend etwas früher unter.

Jupiter ist hauptsächlich in der ersten Nachthälfte zu sehen und verliert ebenfalls an Helligkeit. Der Saturn ist im März unsichtbar. Wäre er sichtbar, könnte man am 23. März ein seltenes Phänomen beobachten: Von der Erde aus betrachtet, blickt man genau auf die Kante seiner Ringe, die dadurch zu verschwinden scheinen. (tab)

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