Radler in Eching wissen, wo es langgeht: Kommune schafft mehr Anreize, das Auto stehen zu lassen

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Besser ausgeschildert: (v.l.) Bürgermeister Sebastian Thaler, Anna-Laura Liebenstund (NordAllianz), Detlev Harms (ADFC), Christian Hirth (Bauhof), Klimaschutzmanagerin Lena Herrmann, Thomas Bimesmeier (Bauverwaltung) und Markus Kistler (Bauhof) vor einer der neuen Tafeln. © Gemeinde

Eching will fahrradfreundlicher werden. Dafür wurden nun zwei Maßnahmen umgesetzt. Eine dritte soll 2025 kommen.

Eching – Mit der Errichtung einer umfassenden Radwegebeschilderung sowie neuer Radreparaturstationen realisiert die Gemeinde Eching weitere Angebote als fahrradfreundliche Kommune.

Die Beschilderung im Ortsgebiet wurde um rund 300 neue Schilder ergänzt und aktualisiert. „Sie enthält Nah- und Fernziele sowie wichtige Freizeit- und Mobilitätspunkte in der Gemeinde und ihren Ortsteilen“, berichtet Annette Uebach, Sprecherin der Gemeinde. Das Gesamtkonzept sei für die Kommune erstellt und nun vollständig umgesetzt worden. „Damit ist die Radwegebeschilderung auf dem neuesten Stand und überall gut auffindbar.“

Reparaturstationen installiert

Bezuschusst wurde das Projekt durch die Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz im Rahmen des Förderprogramms „Klimaschutz durch Radverkehr“. Dafür hatte sich der Kommunenzusammenschluss „NordAllianz“ erfolgreich beworben.

Außerdem installierte die NordAllianz im Zuge ihrer Nachhaltigkeits- und Mobilitätsinitiativen eine Reihe neuer Radreparaturstationen. In Eching kamen zu den bisherigen Stationen am S-Bahnhof, in Dietersheim am Bürgersaal und in Günzenhausen am Friedhof, zwei weitere Reparaturstationen am Echinger und am Hollerner See hinzu.

„Jede Fahrradreparaturstation ist mit grundlegenden Werkzeugen und einer Luftpumpe ausgestattet, die den Fahrradfahrenden helfen, kleinere Reparaturen und Wartungsarbeiten selbstständig durchzuführen. Außerdem hat jede Station ein Set an Werkzeugen, darunter Inbusschlüssel, Schraubendreher, Reifenheber und eine Standpumpe, die für alle Ventiltypen geeignet ist“, so Uebach. Eine detaillierte Anleitung zur Nutzung der Werkzeuge ist an jeder Station angebracht, um auch weniger versierten Nutzenden die Möglichkeit zu geben, kleinere Reparaturen durchzuführen. Mit den neuen Radreparaturstationen sowie der Radwegebeschilderung möchten die NordAllianz und die Gemeinde die Attraktivität des Fahrradfahrens erhöhen und somit einen Beitrag zur Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs und zur Verbesserung der Luftqualität leisten.

2025 soll das Bike-Sharing kommen

Und noch eine Neuerung: Anfang 2025 soll sowohl Bürgern als auch Pendlern, die in Eching arbeiten, ein Bike-Sharing-System zur Verfügung stehen. Es besteht aus Pedelec-Sharing-Bikes mit Tausch-Akkus, die an sogenannten „virtuellen Stationen“ in der Nordallianz-Region und darüber hinaus ausgeliehen werden können. „Um einen Anreiz zum Umstieg auf den ÖPNV zu leisten, sind sich Mobilitätsforschende sicher: Gerade auf der sogenannten ,letzten Meile‘, etwa zwischen der S-Bahn und dem Arbeitsplatz oder Wohngebiet, muss der klassische ÖPNV aus Bus, Bahn und Co. durch Sharing-Angebote, wozu auch das geplante Pedelec-System zählt, ergänzt werden“, erklärt Uebach. Nur so entstehe eine attraktive Alternative zum Auto.

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