Neue Räume schaffen: Holzkirchner Frauenbund spendet 1.000 Euro an Projekt in Senegal

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Bei der Spendenübergabe: (v.l.) Aminata Diagne, Maye Ndiaye, Gerda Mayer, Fatou Faye und Kine Ndiaye. © GB

Eine 1.000-Euro-Spende aus Holzkirchen sorgt im Senegal für neue Perspektiven: Der Katholische Frauenbund unterstützt mit dem Betrag den Verein „Hilfe für die Straßenkinder in Mbour“.

Holzkirchen – Mit einem Scheck, der die 1.000-Euro-Spende des Katholischen Frauenbundes Holzkirchen symbolisierte, reiste Gerda Mayer, die Schatzmeisterin des Vereins „Hilfe für die Straßenkinder in Mbour“, kürzlich in den Senegal. „Die Spende kommt dem erfolgreichen Frauenprojekt rund um das Ausbildungszentrum in Mbour zugute“, erklärt der Frauenbund.

Das Projekt umfasst derzeit 100 Frauen aus dem Umfeld der Schule, die seit 2018 durch Mikrokredite unterstützt werden. Die Initiative hat sich als äußerst wirkungsvoll erwiesen: Viele Frauen konnten sich wirtschaftlich stabilisieren, einige sogar selbstständig machen. Dennoch bleibt die Gemeinschaft eng verbunden – insbesondere bei Veranstaltungen wie dem jährlichen Schulfest, bei dem alle mithelfen.

Ein zentraler Bestandteil des Projekts war ein Versammlungsraum auf dem Schulgelände, der seit 2022 jedoch als zusätzlicher Klassenraum genutzt wird. „Um den Frauen und der lokalen Bevölkerung erneut einen eigenen Raum für Treffen und Veranstaltungen zu bieten, soll nun ein neuer Raum über dem bestehenden Laden/Café auf dem Gelände des Ausbildungszentrums entstehen“, schreibt der Frauenbund.

Hilfe zur Selbsthilfe: Spende für Frauen im Senegal

Der Bau beginnt nach der Regenzeit und wird vom Verein finanziert. Die Frauen übernehmen die Ausstattung des Raumes – und genau da kommt die Spende wie gerufen. Die Frauenorganisation ist vorbildlich strukturiert: Einnahmen aus dem Projekt decken laufende Kosten wie Strom und Wasser, Reparaturen und bilden Rücklagen für Notfälle, etwa bei Krankheit.

Der neue Raum wird künftig von den Frauen verwaltet und kann durch Vermietung für Veranstaltungen zusätzliche Einnahmen generieren – ein Modell, das bereits mit den Hirse- und Erdnussmühlen erfolgreich umgesetzt wurde. Ein weiteres Highlight: Der Laden wurde in diesem Jahr um einen Friseursalon erweitert, in dem ausgebildete Friseurinnen Arbeitsplätze mieten können.

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