Schmiererei: SS-Runen am Landsberger Inselbad
Kein Freinachtscherz ist die Aktion einer Gruppe von Jugendlichen Dienstagnacht in Landsberg gewesen: Die Jugendlichen sprayten die Doppelrune der SS an die Eingangstür des Bades. Die Polizei sucht Zeugen.
In der „Freinacht“ sei eine Gruppe Jugendlicher auf der Kamera vor dem Inselbad aufgezeichnet worden, informiert die Polizei Landsberg. Die Jugendlichen hätten sich vor der gläsernen Eingangstür erst beratschlagt, bevor ein Täter aus der Gruppe zur Türe gegangen sei und dort „mit rostbrauner Farbe zwei „z- ähnliche, spiegelverkehrte „S“ auf die Glastüre“ sprühte. Aus dem Gebäude heraus habe man die Zeichen eindeutig als SS-Runen erkennen können, so die Polizei. Ähnliche „z“-Schmierereien in schwarzer Farbe seien auch auf einem Geräte-Container im Inselbad zu sehen gewesen.
Die „Sig“-Rune diente als Zeichen des „Deutschen Jungvolks“ und als zweifache Rune - Doppelrune - als Kennzeichen der „Schutzstaffel“ (SS) der NSDAP. Beide Zeichen sind in Deutschland verboten.
Ermittlungen zu den bisher unbekannten Tätern wurden eingeleitet. Zeugen, die Hinweise auf die Graffiti-Schmierer am Inselbad geben können, werden gebeten, sich mit der Polizei Landsberg, Tel. 08191/9320, in Verbindung zu setzen.
Ansonsten sei die Freinacht im Dienstbereich der Polizeiinspektion Landsberg friedlich vonstatten gegangen. Es habe zwar Mitteilungen über Jugendgruppen, Ruhestörungen und verdächtige Personen gegeben, zudem sei man mit zusätzlichen Beamten im Einsatz gewesen. „Abgesehen von den Graffiti, die unbekannte Täter ans Inselbad geschmiert hatten, wurden bis zum Morgen keine weiteren Straftaten bekannt“, meldet Polizeihauptkommissar Jürgen Fried.