Immer wieder Zwischenfälle: Vandalismus und Diebstähle in Turnhalle

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Die Paul-Barth-Halle ist oft Ziel von Dieben. © guv

Vandalismus, Schmierereien und bestohlene Handballer: Immer wieder kommt es in der Paul-Barth-Halle in Gröbenzell in jüngster Zeit zu unschönen Zwischenfällen.

Gröbenzell – Manche Täter wurden bereits auf frischer Tat ertappt – nach anderen wird noch gesucht.

Nach Informationen unserer Zeitung sollen etwa Mitglieder des Handballvereins HCD Gröbenzell regelmäßig bestohlen worden sein. Zudem habe der Klub die Bewirtungszone ins Foyer der Halle verlegt und die Verantwortlichen dabei festgestellt, dass sich dort viele Jugendliche aufhalten. Anfänglich seien verschlossene Schränke aufgebrochen und zum Verkauf bestimmte Waren gestohlen worden, zuletzt hätten Semmeln, Leberkäse und Mozzarella gefehlt.

„Durch die Verlagerung der Bewirtungszone fällt uns der Aufenthalt dieser Personen mehr auf, und wir werden natürlich da tätig, wo wir erkennen, dass die Hausordnung nicht eingehalten wird“, erklärte HCD-Vorstand Rüdiger Hoch auf Nachfrage: „Soweit es zu Vorfällen kam oder kommt, sind wir mit der Gemeinde im Austausch.“

Bürgermeister rät: Sachen besser sichern

Bürgermeister Martin Schäfer weist darauf hin, dass die Vereinsmitglieder im Freizeitzentrum die Möglichkeit hätten, die Kabinen abzusperren oder Wertgegenstände in eine Tasche packen und mit in die Halle nehmen könnten. „Generell gilt: Diebstahl persönlicher Dinge kann nicht über die Gemeinde zur Anzeige gebracht werden, da die Umkleiden nicht aufgebrochen wurden. Der oder die Geschädigte ist hierfür zuständig. Wie in jeder Lebenssituation raten wir, auf persönliche Wertgegenstände besonders zu achten und diese nicht unbeaufsichtigt oder für andere zugänglich aufzubewahren“, teilte Schäfer dem Tagblatt mit.

Mit dem Freizeitzentrum biete die Gemeinde allen Vereinen und Institutionen vielfältige Möglichkeiten für ihre Aktivitäten, sagt Rüdiger Hoch. Angesichts dieser Nutzung müsse das Gebäude bis in die späten Abendstunden frei zugänglich sein. Hoch: „Das ermöglicht auch den Zutritt von Personen, die keine der Veranstaltungen besuchen. Das sollte unseres Erachtens nicht grundsätzlich verurteilt werden, solange sich die Personen an die Hausordnung halten.“

Polizei: Halle nachts abschließen

Schwierig wird es, wenn genau das nicht der Fall ist –und dann womöglich Inventar zu Bruch geht oder Schmierereien an den Wänden zu finden sind. Es seien auch schon „Personen auf frischer Tat ertappt und gefasst“ worden, sagte Bürgermeister Schäfer.

Die Olchinger Polizei erklärte zu den Fällen von Vandalismus: „Wir würden befürworten, dass die Halle nachts verschlossen ist.“ Doch ist das tatsächlich so? „Dies ist nicht korrekt, vielmehr wird die Paul-Barth-Halle täglich durch einen Schließdienst verschlossen“, antwortete Schäfer, verwies aber wie Hoch auf die Tatsache, dass das Gebäude aufgrund des Sportbetriebs der Vereine „bis zu einem gewissen Zeitpunkt am Abend“ geöffnet sei.

Nicht glücklich

Die Paul-Barth-Halle als gemeindliche Liegenschaft stehe der Öffentlichkeit – zum Beispiel den Vereinen für den Sportbetrieb oder für Veranstaltungen wie Flohmärkte – zur Verfügung, sagte Schäfer - und ergänzte: „Als Gemeinde sind wir natürlich nicht glücklich, wenn dies in Vandalismus endet. Alle im finanziellen Rahmen möglichen Kontrollen und Gegenmaßnahmen wurden bereits durch die Gemeindeverwaltung in die Wege geleitet und kommen im Hinblick auf Kosten, Nutzen und Effizienz immer wieder auf den Prüfstand.“

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