Das neue Gymnasium Karlsfeld isteröffnet. Moderne Räume, flexible Lernkonzepte und Platz für 1.350 Schüler prägen den Standort.
Karlsfeld– Mit einer festlichen Einweihungsfeier wurde das neue Gymnasium Karlsfeld offiziell eröffnet. Rund drei Jahre nach dem Baubeginn im September 2022 steht nun ein moderner Lernort für bis zu 1.350 Schülerinnen und Schüler bereit – ein beispielhaftes Gemeinschaftsprojekt des Landkreises Dachau und der Landeshauptstadt München. Die Feier fand in der Aula des neuen Schulgebäudes statt. Neben Landrat Stefan Löwl sprachen auch die 3. Bürgermeisterin der Landeshauptstadt München, Verena Dietl, sowie Ministerpräsident Dr. Markus Söder. Für das musikalische Rahmenprogramm sorgte die gesamte, noch junge Schulfamilie, die sich mit großem Engagement in die Gestaltung der Veranstaltung eingebracht hat. „Mit dem neuen Gymnasium in Karlsfeld haben wir einen weiteren, hochmodernen Lernort geschaffen und zeigen, wie Landkreis und Landeshauptstadt über Kommunalgrenzen hinweg erfolgreich zusammenarbeiten können“, betonte Landrat Stefan Löwl. „Kreistag, Verwaltung und Bauleitung haben in den vergangenen Jahren mutige, zukunftsweisende Entscheidungen getroffen. Daraus ist etwas entstanden, auf das wir stolz sein können – ein Ort, an dem Kinder und Ideen wachsen.“
Festliche Eröffnung: Gymnasium Karlsfeld als modernes Lernzentrum
Auf dem Foto die Schlüsselübergabe des Ministerpräsidenten an den Schulleiter Tobias Berlinger. Mit dabei: Bernhard Seidenath Mdl, Verena Dietl, Landrat Stefan Löwl, Bürgermeister Stefan Kolbe und Architekt Tobias Hüber, der Fritsch+Tschaidse Architekten GmbH.
Die Stadt München, die sich mit einem Drittel an den Baukosten beteiligte, sieht das Gymnasium Karlsfeld als Musterbeispiel kommunaler Zusammenarbeit, um die angespannte Schulsituation in den wachsenden Gebieten Karlsfeld und München-Allach zu entspannen. Der Bau basiert auf dem Münchner Lernhauskonzept, das eine besondere Beziehungskultur und individuelle Förderung ermöglichen soll.
Ministerpräsident Dr. Markus Söder bezeichnete die Schule als Beispiel für moderne Bildung und betonte die Investition des Freistaats, der ebenfalls rund ein Drittel der Kosten trug. Er unterstrich, dass in Bayern neben der Wertevermittlung auch auf Leistung, Noten und unangekündigte Leistungsnachweise als Vorbereitung auf das Berufsleben Wert gelegt werde.
Das Gymnasium wächst jährlich um einen Jahrgang bis zum ersten Abitur 2031. Architektonisch prägen Offenheit, Licht und flexible Lernräume das Gebäude, dessen zentrales Element eine 148 Meter lange Magistrale ist. Zur Ausstattung gehören eine Vierfach-Sporthalle, Freisportflächen und grüne Klassenzimmer auf den Dachterrassen.
Gründungsschulleiter Tobias Berlinger, der offiziell in sein Amt eingeführt wurde, hob hervor, dass die Schule Raum für neugieriges Lernen biete. Als Beispiel für einen neuen, an den Bedürfnissen der Kinder orientierten Weg nannte er den Unterrichtsbeginn um 8.30 Uhr, der zu motivierterem Lernen führe.
Die Schulfamilie gestaltete den Festakt mit rund 200 Mitwirkenden maßgeblich mit. Das Schuljahr am nun offiziell eröffneten Gymnasium hat bereits am 16. September begonnen; am 14. November findet ein Tag der offenen Tür statt.
Im September starteten über 650 Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 8 sowie 58 Lehrkräfte. Die Schule wird auf rund 1.350 Plätze anwachsen. Die Kostenteilung zwischen der Stadt München und dem Landkreis Dachau spiegelt sich in der Schülerschaft wider, die aus Karlsfeld und den angrenzenden Münchner Stadtteilen kommt.
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