Aktuelle News im Liveblog zum Ukraine-Krieg: Donald Trump und die EU bringen neue Sanktionen gegen Putin auf den Weg. Putin greift erneut Kiew an.
Das Wichtigste in
diesem News-Ticker
- Trump schärft Sanktionen im Ukraine-Krieg gegen Russland – US-Präsident erklärt Nein zu Tomahawks.
- Ukraine-Liveblog: USA sagen Treffen mit Putin ab – Donald Trump vollzieht Kehrtwende im Ukraine-Krieg.
- Putins Verluste im Ukraine-Krieg steigen – Armee von Wladimir Putin verliert 920 Soldaten an einem Tag.
Update, 10:34 Uhr: Die Reaktion auf die US-Sanktionen gegen Russland ließ nicht lange auf sich warten: Dmitri Medwedew erklärte, die USA seien Russlands „Gegner“ und der „Friedensstifter“ Trump habe „sich nun voll und ganz auf den Kriegspfad gegen Russland begeben“. Das berichtet Sky News mit dem Verweis, dass es zeitnah womöglich noch eine weitere Stellungnahme der russischen Regierung geben wird.
Erstmeldung: Moskau/Kiew – Die Situation im Ukraine-Krieg bleibt weiterhin angespannt. Während die Truppen von Wladimir Putin ihre Angriffe auf das Nachbarland fortsetzen, haben die USA und die EU neue Sanktionen gegen die russische Wirtschaft beschlossen. Die ukrainische Hauptstadt Kiew geriet erneut ins Visier der Angriffe. Bürgermeister Vitali Klitschko berichtete, dass mehrere Wohngebäude getroffen wurden und mindestens sieben Personen verletzt wurden.
US-Präsident Donald Trump hat während seiner zweiten Amtszeit erstmals neue Sanktionen direkt gegen Russland verhängt. Diese Maßnahmen sind das „Ergebnis mangelnden ernsthaften Engagements Russlands für einen Friedensprozess zur Beendigung des Kriegs in der Ukraine“, erklärte Scott Bessent, der Leiter des US-Finanzministeriums. Die zwei größten Öl-Firmen Russlands wurden mit Strafmaßnahmen belegt. Auch die EU kündigte an, dass sich die Mitgliedstaaten kurz vor einem Gipfeltreffen in Brüssel auf eine Verschärfung der Sanktionen gegen Russland geeinigt haben.
Trump schärft Sanktionen im Ukraine-Krieg gegen Russland
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj setzt weiterhin auf die Unterstützung des Westens. Allerdings musste er kürzlich einen Rückschlag hinnehmen: Vor einem Treffen mit Trump hatte er mehrfach betont, dass die Ukraine für die Verteidigung gegen Putin Tomahawks benötige. Trump lehnte diese Bitte ab und erklärte jetzt knapp eine Woche später, dass die Schulung des ukrainischen Militärs im Umgang mit den Langstrecken-Waffensystemen „mindestens sechs Monaten“ oder sogar ein Jahr dauern würde. Zudem sei eine „enorme Lernkurve“ der ukrainischen Streitkräfte erforderlich.
In der Zwischenzeit setzt die Ukraine bei Angriffen auf die russische Wirtschaft erfolgreich Drohnen ein. In der Nacht zum Donnerstag (23. Oktober) ereignete sich in einer Fabrik in der russischen Stadt Kopeisk im Ural eine schwere Explosion. Der Gouverneur der Region konnte bisher nicht bestätigen, dass eine Drohne für den Vorfall verantwortlich ist. Berichten zufolge war ein Betrieb betroffen, der laut dem Nachrichtenportal RBK zur Rüstungsindustrie von Putin gehört.
In sozialen Netzwerken kursieren unbestätigte Fotos und Videos, die die Explosion und ein großes Feuer zeigen sollen. Berichten zufolge wurde am Abend im Gebiet Tscheljabinsk Drohnenalarm ausgelöst. Kopeisk liegt etwa 2000 Kilometer von der Ukraine entfernt und nahe der Grenze zu Kasachstan. Offizielle Stellungnahmen aus der Ukraine zu der Explosion in Kopeisk gab es zunächst nicht. Ukrainische Geheimdienste führen aber immer wieder Sabotageakte in russischen Rüstungsunternehmen durch. Allerdings kommt es in russischen Fabriken auch häufig zu schweren Unfällen aufgrund von Verstößen gegen grundlegende Sicherheitsvorschriften.
Ukraine-Liveblog: USA sagen Treffen mit Putin ab
Im Kampf gegen Russlands Kampfkraft im Ukraine-Krieg hat Trump erstmals während seiner zweiten Amtszeit neue Sanktionen direkt gegen Russland verhängt. Die Maßnahmen seien wegen der Weigerung von Kremlchef Wladimir Putin, den „sinnlosen Krieg“ gegen die Ukraine zu beenden, erforderlich, so Bessent. Die neuen US-Sanktionen richten gegen Lukoil und den russischen Staatskonzern Rosneft – geführt von Igor Setschin, einem engen Vertrauten von Kremlchef Wladimir Putin – sowie gegen Tochterunternehmen beider Konzerne in Russland.
Die Sanktionen verbieten demnach in der Praxis nicht nur US-Unternehmen, sondern auch ausländischen Banken künftig jegliche Geschäfte mit ihnen. Außerdem werden alle Vermögenswerte der betroffenen Firmen in den USA oder im Besitz von US-Staatsbürgern eingefroren. Weitere Maßnahmen seien möglich, teilte Bessent mit. Trump sagte zudem das geplante Treffen mit Putin in Budapest ab. Er hatte vergangene Woche mit dem russischen Präsidenten telefoniert und gesagt, dass er den Russen „wahrscheinlich in den nächsten zwei Wochen“ in Budapest treffen wolle. Dass dieses Zeitfenster nun offenbar vom Tisch ist, zeigt einmal mehr Trumps schwankende Haltung beim Bemühen um ein Ende des Ukraine-Kriegs.
Putins Verluste im Ukraine-Krieg steigen
Während die Angriffe auf die russische Wirtschaft andauern und der Westen den Druck auf Wladimir Putin durch Sanktionen erhöht, steigen die Verluste Russlands im Ukraine-Krieg weiter an. Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte berichtete auf Facebook, dass Putin in den letzten 24 Stunden mindestens 920 Soldaten verloren habe. Diese Kämpfer wurden entweder getötet oder verwundet. Insgesamt beläuft sich die Zahl der verlorenen Soldaten auf etwa 1.134.170. Diese Angaben sind jedoch nicht unabhängig überprüfbar. Zu den weiteren Verlusten Russlands zählen etwa 11.282 Panzer, 23.453 gepanzerte Kampffahrzeuge und 33.938 Artilleriesysteme. (red mit Agenturen)