Der vierte Bürgermeisterkandidat für Schongau ist offiziell nominiert: Thomas Schleich erhielt bei der Versammlung der UWV ein Wahlergebnis von 100 Prozent. Der 40-Jährige will unter anderem die Wirtschaftsförderung zur Chefsache machen.
Schongau – Was sich in drei Wochen doch alles ändern kann: Als die UWV Ende November im Schongauer Sparkassenforum ihre Stadtratskandidaten gewählt hatte, konnten die Unabhängigen noch keinen Bürgermeisterkandidaten präsentieren.
Thomas Schleich startete seine politische Laufbahn bei der CSU
Das sollte sich kurze Zeit später allerdings ändern, als Thomas Schleich verkündete, ins Rennen ums Rathaus gehen zu wollen (wir berichteten). Am Donnerstagabend versammelten sich die UWV-Mitglieder und Unterstützer deshalb erneut im Sparkassenforum und wählten Schleich offiziell zu ihrem Bürgermeisterkandidaten.
Thomas Schleich ist 40 Jahre alt, verheiratet und hat drei Kinder. Seit seinem 16. Lebensjahr ist der gebürtige Schongauer politisch aktiv – zunächst in der CSU, für die er 2018 auch in den Stadtrat eingezogen ist. Im Oktober 2021 wechselte Schleich dann zur UWV. Seit Anfang des Jahres ist der 40-Jährige Fraktionsvorsitzender der Unabhängigen im Schongauer Stadtrat.
Verbesserungsbedarf beim Thema Digitalisierung
„Ich würde das Bürgermeisteramt mit Leidenschaft ausüben“, sagte Schleich in seiner Rede. Außerdem versprach der 40-Jährige, dass er als Rathaus-Chef die Transparenz von Stadtverwaltung und Stadtrat verbessern werde. Zu viele wichtige Themen würden aktuell nichtöffentlich beraten, kritisierte Schleich.
Ich würde das Bürgermeisteramt mit Leidenschaft ausüben.
Auch beim Thema Digitalisierung sieht der UWV-Bürgermeisterkandidat Verbesserungsbedarf: „Die App der Stadt ist ein bissl unübersichtlich.“ Und auch die städtische Homepage gehöre überarbeitet.
„Besseres Preisniveau“ bei der Fernwärme gefordert
Die Wirtschaftsförderung möchte Thomas Schleich, der in der Prozessentwicklung von Hoerbiger arbeitet, als Bürgermeister zur Chefsache machen. Und bei der Fernwärme forderte Schleich einen weiteren Ausbau sowie ein „besseres Preisniveau“.
Allzu „große Sprünge“ seien in den kommenden Jahren in Schongau allerdings nicht möglich, betonte Schleich. Denn: „Bei den Finanzen drückt der Schuh gewaltig.“
Nach Schleichs Rede durften die 34 anwesenden Wahlberechtigten über seine Bürgermeisterkandidatur entscheiden. Das Ergebnis war schnell ausgezählt und eindeutig: Der 40-Jährige erhielt 34 Ja-Stimmen und durfte sich somit über eine Zustimmung von 100 Prozent freuen. Thomas Schleich bedankte sich für das Vertrauen und versprach: „Ich werd‘ euch nicht enttäuschen.“