Rechtzeitig bis zum 1250. Geburtstag von Raisting im kommenden Jahr wird ein Jubiläumsfilm mit der ganzen Gemeinde als Hauptdarsteller fertig produziert sein und eine glanzvolle Premiere feiern.
Raisting - In der aktuellen Sitzung des Gemeinderats stellte Christina Kahlert von der INDOC Industrie- und Fernsehfilm GmbH ihr Konzept für den Film vor. Einleitend appellierte Bürgermeister Martin Höck nochmals an alle Kreativen im Dorf, Ideen für den Festablauf einzubringen oder im extra gegründeten Arbeitskreis mitzuwirken. Schließlich habe sich seit der 776 erstmalig urkundlichen Erwähnung Raistings eine Gemeinde entwickelt, die nicht nur durch ihre Landschaft, das weithin bekannte Radom und ein breit gestreutes Gewerbe besticht, sondern vor allem durch das rege Vereins- und Dorfleben. Das ganze Jubiläumsjahr und speziell beim Festwochenende vom 12. bis 14. Juni 2026 solle das gebührend gefeiert werden.
Dazu gehört ein Jubiläumsfilm, für den sich Christina Kahlert stark macht. Die „Golden Award“-Gewinnerin für eine filmische Industriedokumentation hat eine besondere Beziehung zur Region und speziell zu Raisting. Sie ist Produzentin des viel gelobten Imagefilms „50 Jahre Landkreis Weilheim-Schongau“, der mit Luftaufnahmen von Raisting beginnt und endet. Ihr Vater hatte bereits 1965 einen Film über die Inbetriebnahme des Radoms gedreht und sie selbst 2010 und 2021 Filme über die Montage der beiden Traglufthüllen sowie über die aktuelle Ausstellung „Virtuelle Welten“ inszeniert.
Natürlich werden laut Christina Kahlert das Radom und die Satellitenschüsseln eine Rolle im Raistinger Jubiläumsfilm spielen. Denn das Thema „Kommunikation“ reiche weit in die Vergangenheit. Raisting sei schließlich die Nachfolgesiedlung des römischen „Urusa“ am Schnittpunkt der Römerstraßen Kempten-Salzburg und Augsburg-Brenner, Via Claudia genannt. Hier hätten die Reisenden auf ihrer Rast ganz sicher Neuigkeiten ausgetauscht. Auch das Posthorn im Raistinger Wappen wird zum Erklingen gebracht. Der Vater von Christina Kahlert habe das Original einst dem Wirt des „Gasthofs zur Post“ abgeluchst. Viele Jahre später habe sie es der Familie Weichart zurückgegeben, wo es wieder in der Gaststube hängt.
In erster Linie wolle die Produzentin Bürger, Vereine, Sportler, Institutionen, Kirchen, Soziales, Infrastruktur, Ortsentwicklung, Gewerbe und Industrie ins Bild setzen. Attraktive Anlässe gebe es genügend in diesem Jahr, wo die Kameras zusätzlich tolle Bilder einfangen können. Wie beim Herz-Jesu-Fest, dem Betteltanz oder dem Feuerwehr-Jubiläum. Der Film solle idealerweise Anfang 2026 fertig sein und das ganze Jubiläumsjahr über Großbildschirme auf allen Veranstaltungen zu sehen sein. Natürlich auch auf den Webseiten von Landkreis, Gemeinde, Vereinen und Gewerbetreibenden, die im Film zu Wort kommen. Und auf allen Social Media Channels von YouTube über facebook bis zu Instagram. Bei den SpaceCinema Sommerfilmtagen am Radom könnte er zudem als Vorfilm laufen. Schließlich sei der Film auf DVD für die Gemeinde ein Imagegeschenk für vielerlei Anlässe.
Ähnlich wie der Jubiläumsfilm für den Landkreis Weilheim-Schongau soll der Raisting-Film neben der Gemeinde auch vom örtlichen Gewerbe mitfinanziert werden. Diese Sponsoren werden als Gegenwert im Film aufgeführt, haben also einen Langzeit-Werbeeffekt. Die Akquisition übernimmt Christina Kahlert persönlich.
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