In Serres und Umgebung wurde der Notstand erklärt. Erhöhte Uranwerte im Wasser gefährden die Gesundheit. Maßnahmen zur Reinigung laufen auf Hochtouren.
Athen – In den Ortschaften Serres, Lefkona und Christos im Norden Griechenlands wurde der Notstand ausgerufen, nachdem erhöhte Uranwerte im Trinkwasser nachgewiesen wurden. Wie Proto Thema berichtete, ist die Nutzung von Trinkwasser seit dem 22. Mai verboten. Die Gemeinden stellen den Einwohnern sauberes Trinkwasser in Tanks zur Verfügung, Schulen werden mit Trinkwasser aus Flaschen versorgt.
Zivilschutz ruft Notstand aus: „Alle verfügbaren Mittel einsetzen, um Problem der Wasserqualität anzugehen“
Auf Antrag der Bürgermeisterin von Serres, Varvara Mitliagka, rief der Generalsekretär für Zivilschutz, Nikolaos Papaevstathiou, den Notstand aus. Ziel ist es, die Reinigung des Trinkwassers zu beschleunigen und die Menschen vor gesundheitlichen Folgen zu schützen. „Die Sicherheit und Gesundheit unserer Bürger haben höchste Priorität“, erklärte Mitliagka laut Proto Thema in einer schriftlichen Stellungnahme. „Die Ausrufung des Notstands in den oben genannten Gebieten ist ein wichtiger Schritt, der es uns ermöglicht, schnell und effektiv zu handeln und alle verfügbaren Mittel einzusetzen, um das Problem der Wasserqualität anzugehen“, fügte sie hinzu.
Notstand gilt einen Monat lang: Behörden gehen Ursachen nach
Der Notstand ermöglicht es der Gemeinde Serres und den zuständigen Behörden, Sofortmaßnahmen zu ergreifen und finanzielle Mittel bereitzustellen. So können sie die Bürger unterstützen, die von den erhöhten Uranwerten betroffen sind. Im vergangenen Spätsommer waren Gardasee-Gemeinden im Norden Italiens von einer Verunreinigung betroffen.
Wie Capital und Zougla berichteten, gilt der Notstand einen Monat ab dem Datum des Beschlusses, bis zum 26. Juni 2025. In dieser Zeit wollen die Behörden die Ursachen für die erhöhte Uranbelastung finden und weitere Maßnahmen umsetzen, um die Werte zu senken. Die Gemeinde fordert alle Bewohner eindringlich auf, die Einschränkungen beim Wasserverbrauch einzuhalten und die bereitgestellten alternativen Wasserquellen zu nutzen. Griechenlands Strände haben indes ein Müllproblem. (Redaktion)