Ukraine-News im Ticker: Russlands Verluste steigen weiter. Trump ändert die Taktik, um ein Ende des Ukraine-Kriegs zu erreichen. Selenskyj nennt Details.
Das Wichtigste in
diesem News-Ticker
- Ringen um Ende des Ukraine-Kriegs: Trump ändert Taktik – US-Präsident schickt hochrangige Militärs.
- Ukraine-News: Russland setzt schwere Angriffe fort – Putins Armee zielt auf Wirtschaft.
- Russlands Verluste im Ukraine-Krieg steigen – Putins Armee verliert 1040 Soldaten an einem Tag.
Moskau/Kiew – Im Ukraine-Krieg ist ein Ende bislang nicht in Sicht. US-Präsident Donald Trump hat aber zuletzt offenbar den Druck auf Kiew und Moskau erhöht, eine Einigung zu finden. Die Vereinigten Staaten haben zudem zum ersten Mal angeboten, die nächste Runde der trilateralen Gespräche über das Ende des Ukraine-Kriegs auf ihrem Territorium auszurichten. Das erklärte Wolodymyr Selenskyj und führte aus, dass Miami der mögliche Austragungsort der Gespräche sein könnte.
Zuvor hatte der ukrainische Präsident erklärt, dass Washington Russland und der Ukraine ein Ende des Kriegs bis zum Frühsommer vorgeschlagen habe. Es sei mit amerikanischem Druck bezüglich dieses Zeitrahmens für die Einstellung der Kämpfe zu rechnen. Dies erklärte Selenskyj laut einem Korrespondenten der Nachrichtenagentur UNIAN gegenüber Journalisten.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Ringen um Ende des Ukraine-Kriegs: Trump ändert Taktik
Laut Berichten der Associated Press hat Trump seine Verhandlungstaktik im Ukraine-Krieg geändert. Bei den jüngsten Verhandlungen nahmen auch hochrangige Angehörige des US-Militärs teil. Demnach übernimmt Dan Driscoll eine führende Rolle bei den Gesprächen über ein Ende des Ukraine-Kriegs und hält zwischen den Verhandlungsrunden den Kontakt zu den ukrainischen Behörden aufrecht. Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, nahm auch General Alexus Grinkevich, Kommandeur des US-Europakommandos und Oberbefehlshaber der NATO-Streitkräfte in Europa, an den Gesprächen in Abu Dhabi teil.
Experten seien sich einig über die Bewertung von Trumps Entscheidung, Militärangehörige anstelle von Diplomaten zu den Verhandlungen zu entsenden Dies spiegele den Wunsch des Weißen Hauses nach einer durchsetzungsstärkeren und reaktionsschnelleren Außenpolitik wider. Der Ansatz würde eine Abkehr von der traditionellen Diplomatie und eine stärkere Rolle des Militärs bei der Lösung internationaler Konflikte signalisieren.
Derweil wird laut dem „Institute for the Study of War“ deutlich, dass Russland womöglich eine neue Offensive im Ukraine-Krieg vorbereitet. Die Analysten stellten fest, dass Russland in diesem Sommer großangelegte Offensivoperationen in der Südukraine und im Donbass plant. Ziel sei es, den Ukraine-Krieg gewaltsam zu beenden. Dennoch gibt es auch Probleme für Wladimir Putin: Analysten gehen insbesondere davon aus, dass Russlands Reserven möglicherweise nicht ausreichen, um die angestrebten militärischen Ziele zu erreichen.
Ukraine-News: Russland setzt schwere Angriffe fort
Vor wenigen Tagen war es in Moskau zu Schüssen auf einen russischen General gekommen. Nach dem Attentat auf den stellvertretenden Chef des russischen Militärgeheimdienstes, Wladimir Alexejew, sind zwei Verdächtige festgenommen worden. Der Täter, demnach ein Russe mit Jahrgang 1960, sei in Dubai festgenommen und an Russland übergeben worden, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf den Inlandsgeheimdienst FSB. Ein Komplize, ein 1959 geborener Russe, sei in Moskau gefasst worden. Eine weitere mutmaßliche Komplizin floh den Angaben nach in die Ukraine.
Im Ukraine-Krieg gehen derweil die Angriffe unerbittlich weiter. Wie die Militärverwaltung der Oblast Cherson berichtete, haben russische Streitkräfte die Region attackiert. „Gegen 23:10 Uhr beschossen die Russen den Bezirk Korabelnyi in Cherson mit Mehrfachraketenwerfern. Drei Frauen wurden bei dem Angriff verletzt“, hieß es in einer Mitteilung zur aktuellen Lage im Ukraine-Krieg.
In Odessa wurde durch Angriffe im Ukraine-Krieg eine Industrieanlage beschädigt. „Der Feind hat in der Nacht einen Angriff auf Odessa durchgeführt. Eine Industrieanlage wurde beschädigt. Die Druckwelle zerschmetterte auch die Fenster eines religiösen Gebäudes“, erklärte Serhii Lysak, der Leiter der Militärverwaltung der Stadt Odessa, in den sozialen Medien.
Russlands Verluste im Ukraine-Krieg steigen
Im Verlauf des vergangenen Tages hat Russland erneut schwere Verluste im Ukraine-Krieg erlitten. Wie der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte auf Facebook bekannt gab, verlor die Armee von Wladimir Putin 1040 Soldaten. Die Kämpfer wurden entweder getötet oder verwundet. Die gesamten Verluste Russlands im Ukraine-Krieg steigen damit auf 1.246.330 Soldaten. Zudem hat Russland 11.651 Panzer, 24.010 gepanzerte Kampffahrzeuge sowie 37.044 Artilleriesysteme verloren. (fbu mit Agenturen)