Führungswechsel im Kochler Bauamt: Heufelder geht, Lombardi übernimmt

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Reibungsloser Wechsel: Elena Lombardi, die neue Leiterin des Bauamts der Verwaltungsgemeinschaft Kochel, und ihr Vorgänger Matthias Heufelder. © Gemeinde Kochel

Im Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft Kochel gibt es einen Führungswechsel: Der bisherige Leiter Matthias Heufelder ist ins Rathaus nach Penzberg gewechselt, wo er nun das kaufmännische Liegenschaftsmanagement verantwortet. Seine Nachfolge tritt Elena Lombardi an, die seit April 2025 im Kochler Bauamt tätig ist und zuletzt den Bereich Tiefbau leitete.

Kochel am See – Führungswechsel im Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft Kochel: Matthias Heufelder, bislang Leiter der Abteilung, hat sich einer neuen beruflichen Herausforderung gestellt und ist in die Rathausverwaltung nach Penzberg gewechselt. Seine Nachfolge übernimmt mit Elena Lombardi eine vertraute Mitarbeiterin. Die Gemeinde entschied sich für eine interne Lösung: Die Verwaltungsfachwirtin aus Niederbayern ist seit April 2025 im Bauamt tätig und verantwortete dort bislang den Bereich Tiefbau.

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Für städtische Immobilien verantwortlich

In Penzberg (Landkreis Weilheim-Schongau) übernahm Heufelder ein neues Tätigkeitsfeld: Als Leiter des kaufmännischen Liegenschaftsmanagements ist der 42-Jährige für die städtischen Immobilien verantwortlich. Am Montag war dort sein erster Arbeitstag. Der Bestand stellt dabei eine ganz andere Größenordnung dar als in Kochel – zum Portfolio zählen allein mehrere hundert Wohnungen. „Ich wollte neue Akzente setzen“, begründet der Verwaltungsfachangestellte seine Entscheidung, den Job zu wechseln.

Im Kochler Rathaus war er fast 14 Jahre lang beschäftigt, die vergangenen eineinhalb Jahre als Bauamtschef. Zuvor war er für die Liegenschaften und die IT zuständig. „Das war eine bereichernde Zeit“, blickt er zurück. Er habe, rechnet Heufelder vor, unter anderem rund 50 städtebauliche Verfahren begleitet und fast 900 Bauanträge gemeinsam im Team bearbeitet. Ein größeres Projekt sei beispielsweise die Renovierung des gemeindlichen Kindergartens gewesen. Hinzu kamen laut Heufelder zahlreiche kommunale Bau- und Sanierungsvorhaben sowie organisatorische Neuerungen. Allein auf dem Gebiet der Digitalisierung habe sich viel getan.

Debatte um Kindergarten-Neubau

Die Arbeit in einer öffentlichen Verwaltung ist freilich nicht immer ein Zuckerschlecken. So musste die Kochler Rathaus-Verwaltung Ende des vergangenen Jahres einen Dämpfer hinnehmen, der für enttäuschte Gesichter sorgte: In der Debatte um den Kindergarten-Neubau kassierte der Gemeinderat eine zuvor getroffene Standortentscheidung – das gesamte Verfahren wurde um Monate zurückgeworfen. Zahlreiche Arbeitsstunden waren damit hinfällig. Heufelder bleibt dennoch gelassen: „Ich habe das relativ sportlich gesehen“, sagt er. Es komme immer wieder vor, dass die Politik den eingeschlagenen Kurs korrigiere. Kochel ist Heufelder weiterhin verbunden – die Zwei-Seen-Gemeinde bleibt sein Wohnort.

Elena Lombardi, die neue Führungskraft im Bauamt, steht indessen vor einer Reihe von Großprojekten. Neben dem Neubau der Kindertagesstätte zählen dazu das Mammutvorhaben Heimatbühne – was genau aus dem Gebäude werden soll, ist noch offen – sowie die Sanierung der Kläranlage. Ihr sei es wichtig, den Ort weiter voranzubringen, betont die 28-Jährige. Rückschläge wie die gekippte Kindergarten-Standortentscheidung nimmt sie gelassen: „Es muss weitergehen.“