Auf die Pendler im Landkreis Freising kommen fünf ungemütliche Monate zu. Denn die XXL-Sanierung der Bahn zwischen Nürnberg und Regensburg betrifft auch den RE3 und die RB33 massiv.
Freising – Ständige Verspätungen der Deutschen Bahn machen Pendlern das Leben tagtäglich schwer. Doch ab dem heutigen Freitagabend kommt es endgültig zum monatelangen Ausnahmezustand. Denn dann beginnt auf der hochfrequentierten Strecke zwischen Nürnberg und Regensburg eine umfangreiche Generalsanierung. Laut DB werden über 80 Kilometer Gleise, rund 40 Weichen und etwa 90 Kilometer Oberleitung verlegt. Darüber hinaus sollen alle 20 Bahnhöfe zwischen Feucht und Regensburg-Prüfening modernisiert werden.
Warum auch die Pendler im Landkreis Freising diese XXL-Maßnahme zu spüren bekommen werden, erklärt ein Bahnsprecher auf Nachfrage des Freisinger Tagblatts: „Da während der Generalsanierung Fern- und Güterzüge über andere Routen umgeleitet werden, muss auch der Regionalverkehr auf Fahrten verzichten.“
Ausgedünnt wird nach Informationen des Bahnsprechers insbesondere das Angebot beim Donau-Isar-Express RE 3 zwischen München und Plattling, der in der Regel stündlich verkehrt und auch die Bahnhöfe Freising und Moosburg bedient. Wer zwischen München und Freising pendelt, wird mit eingeschränkter Taktung rechnen müssen. Wer von Moosburg aus nach Landshut oder weiter nach Nürnberg fahren möchte, wird auf einen Ersatzbus umsteigen müssen.
Noch mehr Pendler im Landkreis Freising sind von den erheblichen Ausfällen der Regionalbahn RB 33 betroffen, die zwischen Freising, Marzling, Langenbach, Moosburg und Landshut verkehrt. Bis auf einzelne Züge zu den Hauptverkehrszeiten entfällt die Linie gänzlich. Das tangiert neben Berufstätigen auch Schülerinnen und Schüler, die eine weiterführende Schule außerhalb ihres Heimatortes besuchen. Die Zwischenhalte zwischen Freising und Landshut werden in ausgedünnter Form vom Flughafenexpress RE 22 bedient.
Über fünf Monate müssen sich die Pendler im Landkreis Freising auf Schienenersatzverkehr einstellen. Denn die Sanierung, die am heutigen Freitagabend um 21 Uhr beginnt, soll planmäßig bis 10. Juli andauern. „Das Ersatzverkehrskonzept setzt auf eine Mischung aus Expressbuslinien, die nur an wenigen zentralen Stationen halten, und Buslinien, die auch die kleineren Orte bedienen“, teilt die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) mit. Die Linienführung der Ersatzbusse weicht dabei teilweise deutlich von der Linienführung der Züge ab. Um Fahrgästen die Orientierung zu erleichtern, tragen die Ersatzbuslinien überwiegend dieselben Linienbezeichnungen wie die Zuglinien, die sie ersetzen. Die BEG betont: „Wie bei allen Schienenersatzverkehren lässt sich eine Verlängerung der Fahrtzeiten gegenüber dem Zugverkehr in den meisten Fällen allerdings nicht vermeiden.“
Detaillierte Informationen zum Schienenersatzverkehr gibt es online: generalsanierung.db-ersatzverkehr.de/ersatzverkehr/Generalsanierungen/Nuernberg-Regensburg.