Offiziell: Daniel Thioune ist neuer Werder-Trainer

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Es hatte sich am Mittwochmorgen bereits abgezeichnet, jetzt ist es offiziell: Daniel Thioune ist neuer Trainer des SV Werder Bremen. Alle Infos!

Bremen – Vor einigen Wochen war es noch eine Sehnsucht, ein langgehegter Traum. „Wenn ich es mir aussuchen könnte, wäre natürlich das Premiumprodukt Bundesliga mein Wunsch“, hatte Daniel Thioune Anfang Januar in einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ erklärt. Seit Mittwochmittag steht fest: Für den 51-Jährigen geht es tatsächlich ins deutsche Fußball-Oberhaus. Beim SV Werder Bremen wird der Ex-Profi die Nachfolge von Horst Steffen antreten und versuchen, die Norddeutschen aus den Niederungen der Tabelle zu führen. Parallelen zu seinem Vorgänger sind dabei durchaus erkennbar, denn beide eint, dass die Bundesliga vor dem Engagement an der Weser absolutes Coach-Neuland war beziehungsweise ist. Werders Verantwortliche haben dennoch vollstes Vertrauen in den neuen Mann an der Seitenlinie.

Offiziell: Daniel Thioune ist ab sofort Trainer des SV Werder Bremen. © IMAGO/Moritz Mueller

Nachfolger von Horst Steffen: Daniel Thioune ist neuer Trainer des SV Werder Bremen

„Wir hatten sehr gute Gespräche mit Daniel. Seine Idee vom Fußball, seine Art und seine Herangehensweise an unsere aktuelle sportliche Situation waren ausschlaggebend für die Entscheidung. Wir sind überzeugt, dass wir mit ihm den Turnaround schaffen werden“, wird Clemens Fritz als Werder Bremens Geschäftsführer Fußball auf der Internetseite des Vereins zitiert. Bereits am Nachmittag soll Daniel Thioune nicht nur das Training bei den Grün-Weißen leiten, sondern im Anschluss daran auch offiziell vorgestellt werden. Der Mann aus dem niedersächsischen Georgsmarienhütte geht voller Elan an seine neue Herausforderung heran. „Ich freue mich sehr auf die Arbeit mit der Mannschaft und ich bin überzeugt, dass es uns gelingen wird, erfolgreich miteinander zu arbeiten und die Ziele des Vereins zu erreichen“, sagt Thioune. „Nach den sehr guten Gesprächen mit den Verantwortlichen war für mich schnell klar, dass ich zu Werder gehen möchte.“

Im vergangenen Herbst war Thioune beim Zweitligisten Fortuna Düsseldorf nach einem missratenen Saisonstart entlassen worden, nachdem er 2024 noch in der Relegation mit den Rheinländern den Bundesliga-Aufstieg verpasst hatte. Auch beim Hamburger SV stand der Ex-Profi einst an der Seitenlinie, doch die Rückkehr ins Oberhaus sollte ihm beim einstigen „Dino“ ebenfalls nicht gelingen. Nun also Werder, wo nach zehn Spielen ohne Sieg dringend ein Erfolgserlebnis in Form von drei Punkten hermuss. Am besten schon am Samstag während des Auswärtsspiels beim SC Freiburg (15.30 Uhr im DeichStube-Liveticker), bei dem Daniel Thioune erstmals auf der Trainerbank sitzen wird. „Werder Bremen ist ein Aushängeschild der Region. Mein Vater war großer Bremen-Fan, die Zeit mit Otto Rehhagel war schon krass“, sagt der Neu-Coach. „Ich kann mich an die bösen Momente erinnern, mit dem Elfmeter von Michael Kutzop an den Pfosten. Natürlich aber auch an die wunderbaren Jahre, wo die Werder-Familie allen, die es mit dem Fußball halten, viel Freude bereitet hat.“

Neuer Trainer zuversichtlich: Daniel Thioune freut sich auf Arbeit beim SV Werder Bremen

Um beim SV Werder Bremen anheuern zu können, hat Daniel Thioune seinen ursprünglich noch bis zum Sommer 2028 laufenden Vertrag in Düsseldorf aufgelöst. Seine Spielphilosophie umschreibt er wie folgt: „Ich möchte sehr schnell nach vorne spielen – Tiefe vor Breite – und möglichst schnell Linien überwinden. Daraus sollen Torchancen resultieren“, zählt der 51-Jährige auf. „Wenn man gelernter Stürmer war, schießt du lieber ein Tor mehr, als der Gegner dir hinten verpasst. Alles muss sehr ausgewogen und mit einer hohen Intensität verbunden sein. Wir müssen zusehen, dass Energie freigesetzt wird und zu sehen ist, dass eine Mannschaft auf dem Platz steht, die sich zerreißt.“ Denn das Ziel ist klar: Werder in der Liga halten. „Ich werde in drei Tagen nicht korrigieren können, was in den drei Monaten nicht optimal lief. Horst Steffen hat eine tolle Mannschaft und ein tolles Team hinterlassen, von dem die beiden Co-Trainer in den nächsten Tagen die Verantwortung tragen müssen“, sagt Daniel Thioune mit Blick auf seine jetzigen Vertrauten Raphael Duarte sowie Christian Groß, den er bereits aus Osnabrücker Tagen kennt. „Es geht nicht darum, das elfte Spiel in Folge nicht sieglos zu bleiben, sondern das erste von den letzten 14 zu gewinnen. Da werde ich die Jungs in den nächsten Tagen begleiten und ab der kommenden Woche dann noch ein stückweit enger.“ (mbü)