TEV Miesbach verpasst trotz Aufholjagd den Sieg in Ulm

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Scheiterten am starken Keeper: Die TEV Stürmer Reto Schüpping (l.) und Aziz Ehliz (r.) kamen nicht gegen die Ulmer Defensive um Torwart David Heckenberger an. © Stefan Schweihofer

Der TEV Miesbach verlor das zweite Spiel der Pre-Playoffs mit 2:3. Heute fällt die Entscheidung im dritten Duell gegen die Devils Ulm im Miesbacher Eisstadion.

Miesbach – Die Pre-Playoffs in der Bayernliga zwischen dem TEV Miesbach und den Devils aus Ulm werden erst am heutigen Dienstag entschieden. Nach zwei Duellen steht es 1:1. Nach dem 4:3-Heimsieg am Freitag hatte der TEV bei Spiel zwei am Sonntagabend in Ulm Matchpuck. Man musste sich aber letztlich mit 2:3 geschlagen geben, sodass es nun zu Spiel drei kommt.

VfE Ulm/Neu-Ulm – TEV Miesbach 3:2 (1:0/1:0/1:2)

TEV: Lehr (Ewert) – Dietrich, Sihling, Waizmann, Pretnar, Meier, Nowak, Kuhn – Asselin, Pekr, Merl, Schüpping, Grabmaier, Ehliz, Pölt, Mo. Schlickenrieder, Gulda, Haltmair.
Tore: 1:0 (5.) Synek (Bernad, Slavicek) 5-4 PP, 2:0 (22.) Tischendorf (Bernad, Rudkovski), 3:0 (55.) Bernad (Synek, Wirz) 5-4 PP, 3:1 (57.) Ehliz (Schüpping) EN, 3:2 (60.) Gulda (Ehliz).
Strafen: ULM 6 – TEV 14.
Schiedsrichter: Sebastian Eisenhut, Fabian Reinold.
Zuschauer: 681.

Die Miesbacher waren ohne Felix Feuerreiter, der beruflich verhindert war, nach Ulm gereist. Für ihn stürmte Daniel Merl im ersten Angriff an der Seite von Patrick Asselin und Matej Pekr. Zudem rückte Petr Gulda von der Abwehr in den Sturm. Zwischen den Pfosten begann erneut Philip Lehr. Knapp 30 mitgereiste TEV-Fans unterstützten ihr Team beim zweiten Match der Serie.

Direkt zu Beginn hatten die Gäste Pech, dass Guldas Schuss vom Innenpfosten abprallte, die Linie entlangrutschte und hinter Ulms Keeper David Heckenberger ins Spielfeld zurückprallte. Nach einem unnötigen Wechselfehler gerieten die TEV-Cracks in Unterzahl und kassierten prompt den ersten Gegentreffer.

Im weiteren Verlauf ging es hin und her mit Chancen auf beiden Seiten. Aziz Ehliz und Pekr scheiterten, ehe die Miesbacher in einer knapp einminütigen doppelten Überzahl die Chance zum Ausgleich hatten. Doch Pekr scheiterte mit einem Onetimer an Heckenberger, und dieser rettete mit einer starken Parade gegen Reto Schüpping. Insgesamt ließen die Miesbacher in den ersten 20 Minuten zu viele Chancen liegen, was sich später rächen sollte.

Zwei Minuten im zweiten Abschnitt waren gespielt, als die Abstimmung in der TEV-Defensive nicht stimmte und Ulm nach einem Rückpass in den Slot auf 2:0 erhöhte. Die Hausherren agierten sehr defensiv, sicherten das eigene Drittel ab, und der TEV kam kaum zu zwingenden Möglichkeiten. Moritz Schlickenrieder scheiterte allein vor dem Keeper.

Nach dem 3:0 der Devils fünf Minuten vor Schluss, das erneut im Powerplay fiel, schien das Spiel entschieden. Doch der TEV startete ein Comeback. Frosch zog fünf Minuten vor Schluss den Keeper zugunsten eines sechsten Feldspielers. Ehliz verkürzte auf 1:3, und gut 20 Sekunden vor Schluss traf Gulda nach Querpass von Ehliz zum 2:3. Klemen Pretnar feuerte in letzter Sekunde einen Schlagschuss ab. Doch dieser schrammte um Zentimeter am Tor und der TEV damit am Comeback des Jahres vorbei. Es blieb beim verdienten 3:2 für die Hausherren.

„Wir haben im ersten Drittel viele Chancen liegen gelassen. Kämpferisch war das okay, aber wir haben zu viel Unterzahl gespielt und zwei Gegentore in Unterzahl kassiert“, resümiert TEV-Trainer Dusan Frosch. „Das ist zu viel. Ich habe den Torwart rausgenommen, aber das zweite Tor für uns ist leider zu spät gefallen.“

Entscheidung fällt heute Abend

Welcher Klub ins Viertelfinale einzieht und wer in die Abstiegsrunde muss, entscheidet sich heute Abend. Steht es nach 60 Minuten unentschieden, so gibt es ohne Eisbereitung zehn Minuten Verlängerung bei Vier-gegen-vier. Fällt kein Tor, so muss das Penaltyschießen über das Weiterkommen entscheiden. Das Spiel beginnt um 20 Uhr im Miesbacher Eisstadion, die Abendkassen öffnen um 19 Uhr.

Aus Miesbacher Sicht sind die Vorgaben klar: Man will mit dem Heimrecht und den eigenen Fans im Rücken mit aller Macht in die Playoffs. „Wir müssen wieder kämpfen, unsere Chancen nutzen und Strafen vermeiden“, fordert Frosch. Personell bleibt alles beim Alten, einzig Felix Feuerreiter kehrt wieder zurück in den Kader.