Streetfood-Festival kommt im Herbst wieder nach Dachau

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Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr findet auch dieses Jahr wieder ein Streetfood-Festival in Dachau statt. © hab

Der Dachauer Stadtrat hat auch in diesem Jahr wieder ein Streetfood-Festival genehmigt. Dieses wird im Herbst im Moorpark stattfinden.

Dachau – Ein Streetfood-Festival, das im vergangenen September erstmals am Max-Mannheimer-Platz stattfand, möchten die Veranstalter auch im Jahr 2026 wieder ausrichten. Geplant sind zwei Termine: einmal am Ostersonntag und einmal im Herbst. Das Event wird als familienfreundlich beworben und soll erneut in Kooperation mit dem Gewerbeverein Dachau ausgerichtet werden. Über einen entsprechenden Antrag, der im Rathaus eingegangen ist, berieten die Stadträte zuletzt im Haupt- und Finanzausschuss.

„Wir freuen uns immer, wenn etwas los ist in Dachau“, sagte SPD-Fraktionssprecherin Anke Drexler, zumal keine Kosten für die Stadt entstünden. Allerdings meldete die Abteilung Stadtgrün und Umwelt Bedenken an. Der hochwertig gestaltete Moorbad-Park könnte Schaden nehmen, wenn zigtausend Besucher dort an mehreren Tagen herumlaufen. Vor allem der Frühlingstermin sei „denkbar schlecht“, erklärte Abteilungsleiter Stefan Tischer. All die Frühjahrsblüher „werden plattgetrampelt.“ Die Thomawiese wäre ein besserer Standort, regte Drexler an.

Auch Tobias Stephan (CSU) würde die Volksfestwiese „besser gefallen“. Doch Kulturamtsleiter Tobias Schneider erinnerte daran, dass kommerzielle Veranstaltungen dort nicht zulässig sind. Eine entsprechende Richtlinie hatte der Stadtrat vor einigen Jahren erlassen. Diese Vorgabe sollte der neue Stadtrat überdenken, regte Stephan an. Diesmal solle man noch einmal das Postschulgelände nutzen, „auch zweimal, dann setzt man halt Ersatzpflanzen“.

Skeptisch zeigte sich Martin Modlinger (Grüne), der sich im vergangenen Jahr die Veranstaltung, für die Eintritt erhoben wurde, angesehen hat. „Was da familien- und kindgerecht ist, weiß ich nicht.“ Die Preise für Speisen und Getränke seien hoch. Nachdem für die Stadt keine Kosten entstünden, „kann man es mal machen, aber nicht, wenn der Park in Mitleidenschaft gezogen wird“.

Schließlich beschlossen die Stadträte einstimmig, die Veranstaltung nur einmal, und zwar im Herbst, zu genehmigen.