Ex-Eintracht-Flop schießt Champions-League-Finalist raus

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Bodø/Glimt demontiert Inter Mailand im San Siro. Der Norweger-Klub schreibt Champions-League-Geschichte – mit einem bekannten Gesicht von Eintracht Frankfurt.

Mailand – Was für eine Nacht im San Siro: Der FK Bodø/Glimt, ein Klub aus einer 43.000-Einwohner-Stadt im hohen Norden Norwegens, hat Inter Mailand aus der Champions League geworfen. Und mittendrin: Jens Petter Hauge, einst glückloser Bundesligaprofi bei Eintracht Frankfurt, nun strahlender Held einer der größten Überraschungen dieser Champions-League-Saison. Wie es dazu kam, ist eine Geschichte, die kaum jemand für möglich gehalten hätte.

Ex-Eintracht-Stürmer Hauge jubelt in der Champions League gegen Inter.
Ex-Eintracht-Stürmer Hauge jubelt in der Champions League gegen Inter. © IMAGO/Mairo Cinquetti

Im Rückspiel der Playoffs gewann Bodø/Glimt im ehrwürdigen San Siro mit 2:1 gegen den Vorjahresfinalisten und setzten sich damit über beide Partien mit 5:2 klar durch. Bereits das Hinspiel in Norwegen hatte der Außenseiter mit 3:1 für sich entschieden. Hauge traf im Rückspiel für die Norweger und bereitete damit den Weg für eine der größten Sensationen im europäischen Vereinsfußball.

Hauge bei Eintracht Frankfurt: Rote Karte statt Ruhm

Für Hauge ist dieser Triumph eine besondere Genugtuung. Bei Eintracht Frankfurt, wo er mehrere Jahre unter Vertrag stand, galt er in der Gesamtbilanz als Flop. In 55 Pflichtspieleinsätzen für die SGE erzielte er nur drei Tore und hinterließ kaum bleibende Eindrücke – am stärksten in Erinnerung blieb er den Fans wegen der erzwungenen Roten Karte im Europa-League-Halbfinale gegen West Ham United.

Im Januar 2024 kehrte er zunächst auf Leihbasis zu seinem Heimatklub Bodø/Glimt zurück. Was bei der Eintracht nie funktionierte, gelingt ihm in Norwegen glänzend: Als linker Außenbahnspieler in einem klaren 4-3-3-System blüht Ex-Eintracht-Star Hauge regelrecht auf. Vor dem Rückspiel hatte Hauge zudem eine besondere persönliche Geschichte zu erzählen: Er verließ Bodø/Glimt einst in Richtung AC Mailand – nun kehrte er als Sieger in die Stadt zurück, diesmal gegen den Lokalrivalen Inter.

Für Inter Mailand ist das Ausscheiden eine Blamage der besonderen Art. Die Mailänder standen in zwei der vergangenen drei Spielzeiten im Champions-League-Finale. Trainer Kjetil Knudsens Mannschaft hingegen feiert den nächsten großen Coup: Bodø/Glimt hat sich in dieser Saison als echter Favoritenschreck etabliert. Im Achtelfinale treffen die Norweger nun auf Manchester City oder Sporting Lissabon – Eintracht Frankfurt musste hingegen schon in der Liga-Phase die Segel streichen.

Die Geschichte von Jens Petter Hauge zeigt eindrucksvoll: Was in Frankfurt nicht klappte, kann anderswo zur Erfolgsgeschichte werden. Bodø/Glimt schreibt in dieser Champions-League-Saison weiter an seinem Märchen – und Hauge schreibt fleißig mit. (ck)

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