Ernüchterung bei den Freisinger Basketballern: Sie unterlagen Regensburg im Gipfeltreffen knapp mit 65:66. Jetzt muss man fast auf ein Wunder hoffen.
Regensburg/Freising – Das war es dann wohl mit dem Traum von der Meisterschaft und dem Aufstieg in die 2. Regionalliga. Die Basketballer des TSV Jahn Freising verloren das Spitzenspiel bei Regensburg Baskets nach einer dramatischen Schlussphase knapp mit 65:66 (13:17, 26:32, 45:53). Damit führen nun die Oberpfälzer mit zwei Punkten Vorsprung die Tabelle der Bayernliga Mitte an.
Die Jahn-Basketballer hatten im Vorfeld dieser wohl alles entscheidenden Partie in Regensburg alles unternommen, um perfekte Rahmenbedingungen zu schaffen. Zahlreiche Fans waren im eigens organisierten Bus oder mit privaten Autos angereist und sorgten fast schon für eine Heimspielatmosphäre. Das Team um die beiden Spielertrainer Michael Babl und Tim Peisker trat mit dem kompletten Kader an.
Mehr als 300 Zuschauer wurden bestens unterhalten
Die über 300 Zuschauer sahen ein sehr gutes und vor allem extrem spannendes Bayernliga-Spiel, in dem die Gastgeber bis ins vierte Viertel in Führung lagen. Noch in der Nacht drauf sahen sich Babl und Peisker das Video an, um auf Ursachensuche zu gehen. Die Defensive habe hervorragend agiert, so die beiden Spielertrainer. „Die Regensburger verzeichneten nur sechs Dreier.“ Aber das Offensivspiel der Freisinger lief bei weitem nicht so erfolgreich wie zuletzt. Für ein Top-Spiel leistete sich das Jahn-Team letztlich zu viele Abspielfehler. „Und unsere Trefferquote bei einfachen Korblegern und bei den Freiwürfen war im Vergleich zu den Regensburgern zu schlecht“, so Babl und Peisker.
Dazu kamen zwei Undiszipliniertheiten, die mit je einem Technischen Foul geahndet wurden und den Gastgebern zu zwei Freiwurfpunkten verhalfen. Ohne diese beiden Freiwürfe hätte es zum Sieg gereicht. So waren es unterm Strich viele Kleinigkeiten, die den Domstädtern den Sieg kosteten. Peisker: „Die Schiedsrichter trugen auch noch ihren Anteil bei. Sie pfiffen übermäßig viele Schrittfehler. Die meisten waren keine. Wir haben deshalb Beschwerde eingelegt.“
Das Jahn-Team egalisierte auf 60:60 – und die Gastgeber wankten
Trotz alledem hätten die Freisinger in der Schlussphase die Partie noch für sich entscheiden können. Das Jahn-Team egalisierte da auf 60:60 – und die Gastgeber wankten. Die erhöhten aber per Dreier auf 63:60. Das Jahn-Team wiederum verkürzte auf 62:63. Dann gab es vier Freiwürfe für Regensburg (Dreierfoul und Technisches Foul), und 50 Sekunden vor Schluss stand es 66:62 für Regensburg. Die Gäste jedoch setzten nach: Tarik Ouro-Djobo traf einen von zwei Freiwürfen und fügte darauf noch zwei Punkte zum 66:65 dazu.
In den Schlusssekunden bot sich die dicke Chance, die Partie noch zu drehen: Michael Babl zog auf den Korb, legte für Mick Wagner ab, der aber beim Korbleger-Versuch von einem Regensburger geblockt wurde. Das war’s. Regensburg jubelte. Enttäuschung im Jahn-Lager.
Gibt es Schützenhilfe aus Wolnzach?
Wie geht es nun weiter? Die Saison ist längst noch nicht zu Ende, auch wenn nun alles für die Regensburg Baskets spricht. Sechs Spieltage stehen noch aus. Also bleibt ein kleiner Funke Hoffnung. Vielleicht leisten sich die Oberpfälzer noch einen Ausrutscher. Die müssen noch in Wolnzach antreten, das zuletzt immer besser in Fahrt gekommen ist. Sollte Regensburg tatsächlich noch ein Spiel verlieren, hätten die Freisinger aufgrund des besseren direkten Vergleichs die Nase vorn. Vorausgesetzt, das Jahn-Team gewinnt sein Restprogramm. Und das ist alles andere als einfach.