Kompasslösung für Regionalliga: So könnten die neuen Ligen aussehen

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SG Barockstadt Fulda: Hans Sarpei
Das Duell zwischen Kickers Offenbach und der SG Barockstadt würde es in Zukunft vielleicht nicht mehr geben. © Jonas Wenzel

Eine Regionalliga-Reform mit einer Kompasslösung überrascht mit interessanten Ligenkonstruktionen. Wir haben errechnen lassen, wer wo spielen könnte.

Fulda – Die Diskussion um eine grundlegende Reform der Regionalligen hat durch eine neue Pressemitteilung der DFB-Arbeitsgruppe an Schärfe gewonnen. Im Zentrum steht die „Kompass-Regel“, die eine Reduzierung auf vier Staffeln vorsieht, um allen Meistern den direkten Aufstieg zu ermöglichen. Da eine finale Entscheidung noch aussteht und insbesondere in den Verbänden West und Südwest erheblicher Widerstand gegen den Verlust gewachsener Strukturen herrscht, haben wir eine detaillierte Momentaufnahme gewagt, um die Auswirkungen dieser Pläne einmal plastisch aufzuzeigen.

Für dieses Experiment haben wir eine bewusste Auswahl getroffen, um ein möglichst realistisches, wenn auch fiktives Szenario abzubilden: Als Grundlage dienen die Tabellenstände vom 20. Februar 2026. Wir haben die Mannschaften herangezogen, die zu diesem Stichtag die Plätze 2 bis 15 in den fünf bestehenden Regionalligen belegten, und diese um die beiden am schlechtesten platzierten Teams der 3. Liga ergänzt. Diese Auswahl von insgesamt 72 Vereinen dient dazu, einen groben Überblick über die geografische Neuordnung zu geben, wobei klar ist, dass die tatsächlichen Ligen durch sportliche Qualifikation und Lizenzierungsverfahren letztlich anders aussehen werden.

Da eine rein mathematische Aufteilung nach Luftlinie oft an der Realität der Infrastruktur vorbeigeht, rückt in der Debatte zunehmend ein gewichtetes Mischmodell in den Fokus. Dieses Modell, das wir aufgrund seiner logistischen Effizienz als die zielführendste Variante betrachten, bewertet neben der reinen Kilometerleistung auch die tatsächliche Fahrzeit über die großen Verkehrsachsen und wurde durch künstliche Intelligenz (Google Gemini) gerechnet. In diesem Szenario würde die Regionalliga Nordost die exzellente Anbindung Osthessens an die A4-Achse nutzen und Fulda sowie Kassel als westliche Brückenköpfe integrieren. Zu dieser 18er-Staffel gehörten neben der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz und Hessen Kassel die Vereine Carl Zeiss Jena, Rot-Weiß Erfurt, der Hallesche FC, der FSV Zwickau, die VSG Altglienicke, der Chemnitzer FC, der 1. FC Magdeburg II, der BFC Preussen, der FSV Luckenwalde, Hertha BSC II, der SV Babelsberg 03, der ZFC Meuselwitz, der Greifswalder FC, der BFC Dynamo, die BSG Chemie Leipzig sowie der FC Eilenburg.

Die Regionalliga Süd bliebe in dieser Simulation ein kompakter Block aus Bayern und Baden-Württemberg, bestehend aus den Würzburger Kickers, Schweinfurt 05, dem TSV Aubstadt, der SpVgg Unterhaching, dem FV Illertissen, dem VfB Eichstätt, Wacker Burghausen, dem FC Bayern München II, der DJK Vilzing, dem TSV Buchbach, dem FC Memmingen, der SpVgg Ansbach, der SpVgg Bayreuth, der SpVgg Greuther Fürth II, dem FC Augsburg II, dem SGV Freiberg, der SG Sonnenhof Großaspach und den Stuttgarter Kickers.

Im Westen und Südwesten würde sich die Regionalliga West formieren, die den Rhein-Main-Kern mit den Standorten in NRW und Rheinland-Pfalz bündelt: Kickers Offenbach, der FSV Frankfurt, der TSV Steinbach Haiger, Bayern Alzenau, der 1. FSV Mainz 05 II, Eintracht Trier, der FC 08 Homburg, der SV Sandhausen, der FCA Walldorf, der SC Freiburg II, die Sportfreunde Siegen, der Bonner SC, der Wuppertaler SV, Fortuna Düsseldorf II, der 1. FC Köln II, Borussia Mönchengladbach II, Rot-Weiß Oberhausen und der FC Schalke 04 II.

Die Regionalliga Nord würde schließlich die Küstenregionen und Niedersachsen entlang der A7 und A1 vereinen, mit dem TSV Havelse, Hannover 96 II, dem HSC Hannover, dem SV Drochtersen/Assel, dem VfB Oldenburg, dem Bremer SV, dem SSV Jeddeloh II, Werder Bremen II, Kickers Emden, dem SV Meppen, dem SV Rödinghausen, dem FC Gütersloh, dem SC Paderborn 07 II, den Sportfreunden Lotte, dem 1. FC Bocholt, Borussia Dortmund II, dem SC Weiche Flensburg 08 und dem VfB Lübeck.

Speziell für die SG Barockstadt verdeutlicht dieses Modell die logistische Konsequenz der Reform. Es ist die logische Folge einer Reduzierung auf vier Staffeln: Die Einzugsgebiete vergrößern sich und die Wege werden unweigerlich länger. Die detaillierte Kalkulation für die SGB zeigt dies: Von aktuell circa 7.460 Kilometern in der Südwest-Staffel würde die Reisebelastung im simulierten Nordost-Szenario auf rund 11.010 Kilometer pro Saison ansteigen – ein sattes Plus von fast 50 Prozent. Die Komission tagt im März erneut, eine Einigung scheint noch nicht in Sicht.

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