In Passau feuerte ein Bundespolizist auf das Auto eines flüchtenden 17-Jährigen. Gegen den Beamten wird wegen versuchter Tötung ermittelt.
Passau – Eine eskalierte Kontrolle in Niederbayern: Ein Polizist hat in Passau auf ein fliehendes Auto geschossen – nun ermitteln die Behörden gleich in mehrere Richtungen. Sowohl gegen den Beamten als auch gegen den jugendlichen Fahrer wurden Verfahren eingeleitet.
Passau: Ermittlungen wegen versuchter Tötung gegen Bundespolizisten
Wie die Polizei am Montag, 16. Februar, bekannt gab, muss sich der Bundespolizist wegen des Verdachts der versuchten Tötung verantworten. Das Verfahren liegt beim Bayerischen Landeskriminalamt. Gegen den 17-jährigen Autofahrer wiederum wird wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens ermittelt.
Ein Sprecher erklärte, dass die Staatsanwaltschaft bei Schüssen aus einer Dienstpistole gesetzlich zu Ermittlungen verpflichtet sei, sobald „zureichende tatsächliche Anhaltspunkte“ für eine Straftat gegeben seien. Warum der Beamte seine Waffe einsetzte, dazu äußerte sich die Polizei bislang nicht.
Jugendlicher flüchtet vor Polizeikontrolle – nach Flucht vor der Polizei festgenommen
Am Freitagabend hatte eine Streife den jungen Fahrer in seinem Wagen überprüfen wollen. Der 17-Jährige gab jedoch Gas und raste in Richtung Innenstadt davon. Daraufhin feuerte ein Bundespolizist drei Schüsse aus seiner Dienstwaffe auf das flüchtende Fahrzeug ab.
An der anschließenden Verfolgung beteiligten sich sowohl Kräfte der Polizeiinspektion Passau als auch der Bundespolizei. Als die Einsatzkräfte den Wagen schließlich stoppen konnten, rammte der Jugendliche mit seinem Auto einen Streifenwagen sowie eine Hauswand. Bei dem Vorfall kam niemand zu Schaden. Der 17-Jährige wurde noch vor Ort vorläufig festgenommen. (Quelle: dpa), (fhz)