Deutscher Olympia-Held wird aus Olympischem Dorf geworfen – jetzt sucht er live im TV nach Schlafgelegenheit

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Die deutschen Skeletonis rocken Olympia. Das wird gefeiert. Nun geht es für Axel Jungk & Co. aber nach Hause – nicht ganz freiwillig.

Cortina – Die deutschen Skeleton-Athleten haben bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Cortina d‘Ampezzo eine unglaubliche Erfolgsgeschichte geschrieben. Mit insgesamt sechs Medaillen in drei Rennen stellte das Team seine beste Bilanz seit dem Olympia-Comeback der Sportart im Jahr 2002 in Salt Lake City auf.

Axel Jungk und Christopher Grotheer haben bei OIympia Medaillen gewonnen. © ZDF

Im Einzelwettbewerb der Männer setzte Axel Jungk seine beeindruckende Olympia-Serie fort. Der 34-Jährige sicherte sich Silber und wiederholte damit seine Leistung von Peking 2022. Mit einem Rückstand von 0,88 Sekunden auf den überragenden Briten Matt Weston zeigte Jungk erneut Weltklasse-Niveau. Christopher Grotheer, bei den vergangenen Spielen noch Olympiasieger, komplettierte den deutschen Doppelerfolg mit Bronze.

Deutsche Olympia-Helden haben keinen Schlafplatz mehr

Auch bei den Frauen lief es hervorragend für Deutschland. Susanne Kreher gewann Silber und lag nur 0,44 Sekunden hinter der österreichischen Goldmedaillengewinnerin Janine Flock. Jacqueline Pfeifer, bereits 2018 in Pyeongchang Olympiasiegerin, holte Bronze. Die Peking-Olympiasiegerin Hannah Neise verpasste als Vierte das Podium nur knapp.

Beim erstmals ausgetragenen Mixed-Team-Wettbewerb krönten die deutschen Skeletonis dann ihre Olympia-Bilanz. Axel Jungk und Susanne Kreher rasten zu Silber, während Christopher Grotheer und Jacqueline Pfeifer Bronze holten. Nur eine Hundertstelsekunde trennte die beiden deutschen Duos. Beide Teams mussten sich lediglich dem britischen Duo Matt Weston und Tabitha Stoecker geschlagen geben.

Klar, dass das gefeiert wurde: Jungk und Grotheer waren am Montag im ZDF-Interview dann auch noch leicht gezeichnet von der letzten Nacht. Kein Wunder, da beide nicht viel Schlaf erwischten. Laut Jungk haben er und Pfeifer bis circa 6.30 Uhr gefeiert, während Grotheer „es schon um 4 Uhr gereicht hat“.

Weitere Party-Nächte werden aber wohl nicht dazukommen: Denn das deutsche Skeleton-Team muss bereits am Dienstag das Olympische Dorf räumen. Der einfache Grund: Ihre Betten werden benötigt, weil zu wenig Platz ist. Vor allem Jungk würde aber gerne noch in Cortina bleiben und nutzte das Interview für einen spontanen Aufruf. „Falls hier jemand zuschaut, der in Cortina ist und einen Platz für paar Sportler hat. Wir würden uns freuen, meldet Euch“, erklärte der 34-Jährige mit einem Augenzwinkern zum Abschluss des Interviews.

Auch ZDF-Moderator Jochen Breyer möchte bei der Vermittlung helfen und bot an, sich bei Jungk zu melden, falls sich wer beim ZDF mit einem übrigen „Schlafplätzchen“ meldet. So oder so war die Reise nach Cortina für das deutsche Skeleton-Duo erfolgreich und emotional. Unmittelbar nach seinem letzten Rennen verkündete Grotheer am Sonntag schon seinen sofortigen Rücktritt. „Das war mein letzter Lauf“, erklärte der 33-Jährige aus Wernigerode sichtlich emotional. Der Peking-Olympiasieger von 2022 beendete damit eine höchst erfolgreiche Karriere mit insgesamt zwei Olympia-Bronzemedaillen aus Cortina. (kk)

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