Emotionaler Olympia-Zusammenbruch von Biathlon-Queen Franziska Preuß sorgt für Fragezeichen

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Für Franziska Preuß läuft Olympia nicht nach Plan. Medaillen in Einzel-Wettbewerben bleiben ihr verwehrt. Bricht sie unter dem Druck zusammen?

Antholz – Das Jahr 2025 wird für Biathletin Franziska Preuß immer unvergessen bleiben. Sie wurde Weltmeisterin, gewann den Gesamtweltcup und wusste: Die Strapazen vieler Jahre, die von Verletzungen und Krankheiten durchzogen waren, haben sich endlich gelohnt. Nur noch ein Ziel war offen: Eine Olympia-Medaille bei einem Einzel-Wettbewerb. 2026 in Antholz ist ihre letzte Chance, denn wenig später wird sie ihre große Karriere beenden.

Nach dem sechsten Platz in der Verfolgung ließ Franziska Preuß ihren Tränen freien Lauf.
Franziska Preuß konnte bei diesen Olympischen Spielen noch keine Einzel-Medaille gewinnen. © IMAGO/Fotostand / Hettich

Die Saison 2025/26 begann durchwachsen. Preuß sammelte zwar einige gute Platzierungen ein, mit dem Treppchen aber wollte es erst unmittelbar vor Olympia erstmals klappen. In Antholz angekommen, lief es leider auch nicht wie gewünscht. In der Mixed-Staffel musste sie in die Strafrunde, jubelte am Ende noch über Bronze. Anschließend ging es ohne Teamkollegen in die Loipe.

Biathletin Franziska Preuß versagen bei Olympia die Nerven

Im Einzelrennen wurde die Bayerin Zehnte, im Sprint belegte sie den siebten Rang. In der Verfolgung sollte es endlich klappen mit einer Medaille, bis zum letzten Schießen lag Preuß auch aussichtsreich im Rennen. Zwei Fehler warfen sie zurück – Platz sechs. Im Ziel angekommen sackte die 31-Jährige in sich zusammen, konnte die Tränen nicht mehr zurückhalten.

Auch im anschließenden Interview im ZDF war ihn anzumerken: Die Erwartung, zum Abschluss in ihrer Karriere endlich die ersehnte Einzel-Medaille bei Olympia zu holen, ist riesig. „Ich bin einfach nur enttäuscht. Ich habe mich auf der Runde echt gut gefühlt. Dass das letzte Schießen wieder so scheiße läuft, tut jetzt echt weh. Es sitzt jetzt.“

Ist der Druck zu hoch, unbedingt die Medaille gewinnen zu müssen? „Das spielt schon auch eine Rolle. Ich habe echt versucht, das heute auszublenden und mir nicht so den Druck zu machen. Ich habe schon so viel erreicht in meiner Karriere. Dann liegt man so gut und zieht es wieder nicht durch. Das war dann schon sehr ernüchternd.“ Dabei hatte Ex-Biathlet Michael Rösch vor den Spielen noch fest mit Edelmedall gerechnet.

Eine Chance bekommt sie noch, denn Samstag, den 21. Februar, findet abschließend der Olympia-Massenstart statt. Zuvor gibt es noch die Möglichkeit, mit der deutschen Staffel aufs Podest zu laufen. Preuß gibt sich kämpferisch: „Man kann es leider nicht mehr zurückdrehen und besser machen. Heute darf man auch mal traurig sein. Morgen bin ich dann wieder optimistisch.“ (is)