Der Sulzemooser Gemeinderat hat bei seiner jüngsten Sitzung einstimmig und ohne Diskussion grünes Licht für einen Antrag zur Errichtung und zum Betrieb von zwei Windenergieanlagen gegeben.
Sulzemoos – Zwei Windkraftanlagen sollen im sogenannten Stuhlholz im Gemeindegebiet von Bergkirchen, an der Gemeindegrenze zu Sulzemoos nahe einer Recyclinganlage für Beton- und Ziegelschutt errichtet werden. Wie Bürgermeister Johannes Kneidl in der Sitzung mitteilte, sind die beiden Windkraftanlagen vom Typ „Enercon E-175 EP5“, dem derzeit leistungs- und ertragsstärksten Anlagentyp des Herstellers mit einer Nennleistung von 6 Megawatt. Die Turbine, die auf schwache bis mittlere Standorte ausgelegt ist, hat einen Rotordurchmesser von 175 Metern. Die geplanten Anlagen sollten eine Nabenhöhe von 175 Metern besitzen und insgesamt 262,5 Meter hoch werden. Zum Vergleich: Das Windrad bei Welshofen vom Hersteller Nordex hat eine Gesamthöhe von 200 Metern (Nabenhöhe 141 Meter) und eine Nennleistung von 2,4 Megawatt.
Eine der geplanten Windkraftanlagen liegt etwa einen Kilometer östlich der Recyclingfirma; die andere befindet sich rund 500 Meter nordöstlich des Unternehmens. Die Zufahrt ist über den öffentlich gewidmeten Feldweg der Gemeinde Sulzemoos, den sogenannten Grenzweg, geplant. Die Einzelheiten zum geplanten Ausbau, zum Unterhalt und der Nutzung dieses Feldwegs müssen noch durch eine entsprechende Vereinbarung geregelt werden.
Gemeinderat hatte dem Vorhaben bereits in der Vergangenheit zugestimmt. Nun wurde die Gemeinde Sulzemoos ein weiteres Mal beteiligt, da sich der Standort einer Anlage um 30 Meter in Richtung des Sulzemooser Gemeindegebietes verändert hat.
Seitens der Sulzemooser Gemeinderäte gab es keine Einwände. Der Vorschlag von Martin Fieber, dass die Windkraftanlagen durch große Zahlen unten am Turn deutlich gekennzeichnet werden, damit sie für Rettungskräfte und Anrufer beispielsweise bei einem medizinischen Notfall eindeutig zuordenbar sind, wurde als Hinweis in den Beschluss mitaufgenommen.
Christian Stangl