Am 14. Februar klären Experten über richtiges Verhalten im Winter in den Bergen auf. Wildtiere leiden unter Eindringen in ihren Lebensraum.
Lenggries – Im Rahmen der Kampagne „Natürlich auf Tour“ des Deutschen Alpenvereins (DAV) findet am Samstag, 14. Februar, ab 10 Uhr am Winteraufstieg zum Schafreuter (Forststraße Richtung Moosenalm) ein Aktionstag statt. Bergsportler werden hier für ein richtiges Verhalten am Berg sensibilisiert. Die wichtigsten Punkte sind laut einer Mitteilung des DAV: auf ausgewiesenen Skirouten, Forst- und Wanderwegen bleiben, Schutz- und Schongebiete von Pflanzen und Tieren respektieren und Dämmerungszeiten vermeiden. In diesem Gebiet sind laut DAV insbesondere Raufußhühner, wie Birkhuhn und Schneehuhn, sowie Gams und Hirsch vom Eindringen des Menschen in ihren Lebensraum betroffen.
Einblicke vor Ort
Am Aktionstag werden Vertreter der Tölzer Alpenvereinssektion, Alpengebietsbetreuer und Naturschutzranger des Landratsamts Bad Tölz-Wolfratshausen vor Ort sein und Einblicke in die Lebensweise dieser Tiere geben. Unter Anleitung von Trainern der DAV-Sektion Tölz können Interessierte eine Lawinenverschütteten-Suche im Gelände üben und ihr Wissen auffrischen.
In Deutschland gibt es laut DAV 225 ausgewiesene Schongebiete, die von Tourengehern und Freeridern zum Schutz von Wildtieren gemieden werden sollten. Diese Gebiete sind Teil des Konzepts der Wald-Wild-Schongebiete, das darauf abzielt, Wintertouren naturverträglich zu gestalten und die Lebensräume sensibler Wildtiere zu schützen.
Hinweisschilder geben Aufschluss
Die Gebiete sind in digitalen Karten und in Tourenportalen wie beispielsweise alpenvereinaktiv.com verzeichnet und im Zeitraum vom 15. Dezember bis 30. April nicht zu betreten. Hinweisschilder, wie etwa am Winteraufstieg zum Schafreuter, geben Tourengehern darüber Aufschluss.
Am diesjährigen Aktionstag des DAV sind insgesamt über 100 Engagierte in den bayerischen Alpen und im Bayerischen Wald unterwegs. Mittlerweile gibt es laut der Mitteilung rund 500 naturverträgliche Skitouren- und 250 Schneeschuhrouten, die am „Natürlich auf Tour“-Siegel erkennbar sind.