Wolfsburg droht der Abstieg: Warum die VfL-Defensive aktuell die größte Baustelle in der Bundesliga ist

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Der VfL Wolfsburg hat eine der schwächsten Defensiven der Bundesliga - warum die Abwehr der „Wölfe“ aktuell die größte Baustelle der Liga ist!

Wolfsburg – Nur ein Sieg aus den letzten sieben Spielen und der Absturz auf Tabellenplatz 15: dem VfL Wolfsburg droht der Abstieg in die 2. Bundesliga! Die „Wölfe“ spielen bislang eine enttäuschende Saison, hängen den eigenen Erwartungen weit zurück. Besonders die Defensive enttäuschte zuletzt, satte 20 Gegentore kassierte der VfL in den vergangenen sieben Partien - negativer Bestwert im Ligavergleich. Insgesamt hagelte es schon 44 Gegentreffer in dieser Spielzeit, nur die Abwehrreihen von Eintracht Frankfurt (46) und dem 1. FC Heidenheim (47) sind schwächer. Und: Wolfsburg blieb nur Ende Oktober beim 1:0-Sieg gegen den Hamburger SV ohne Gegentor in einem Bundesliga-Spiel.

Torwart Kamil Grabara und der VfL Wolfsburg kassierten 20 Gegentore in den letzten sieben Bundesliga-Spielen - überhaupt haben die „Wölfe“ die drittschwächste Abwehr der Liga!
Torwart Kamil Grabara und der VfL Wolfsburg kassierten 20 Gegentore in den letzten sieben Bundesliga-Spielen - überhaupt haben die „Wölfe“ die drittschwächste Abwehr der Liga! © IMAGO/Noah Wedel

VfL-Wolfsburg-Geschäftsführer Peter Christiansen: „Wir dürfen nicht jede Woche auf die anderen schauen und hoffen“

Paul Simonis, der Anfang November als Cheftrainer des VfL Wolfsburg entlassen wurde, hatte im Sommer noch das Ziel ausgegeben, sich für dass internationale Geschäft zu qualifizieren. Doch die Realität ist eine andere: Mit nur 19 Zählern auf dem Konto sind die Wolfsburger punktgleich mit dem SV Werder Bremen, der den Relegationsplatz belegt - und der Vorsprung auf den FC St. Pauli und den ersten Abstiegsrang beträgt nur zwei Zähler.

„Wir wissen, dass es nächste Saison kein Europa geben wird“, sagt Peter Christiansen, Geschäftsführer Sport des VfL Wolfsburg, zur aktuellen Situation - und fügt an: „Wir dürfen nicht jede Woche auf die anderen schauen und hoffen. Wir haben 13 Spiele und müssen uns an uns orientieren.“ Hoffnung macht den Niedersachsen der Auftritt gegen Borussia Dortmund (1:2), weil sich die Grün-Weißen gegen den aktuellen Tabellenzweiten achtbar aus der Affäre zogen, erst in der Schlussphase den entscheidenden Gegentreffer von Serhou Guirassy (87.) kassierten. „Wir müssen die nächsten 13 Spiele so eine Leistung zeigen wie zuletzt gegen Dortmund, wo die ganze Mannschaft All-in gegangen ist“, sagt Christiansen.

Nur ein Sieg aus den letzten sieben Spielen: VfL Wolfsburg droht der erste Abstieg seiner Bundesliga-Geschichte

Doch die kommenden fünf Aufgaben haben es für den VfL Wolfsburg in sich: RB Leipzig (A), FC Augsburg (H), VfB Stuttgart (A), Hamburger SV (H) und TSG Hoffenheim (A). Wo vor der Saison viele VfL-Fans wohl mindestens drei Siege eingeplant hätten, steht heute zur Debatte, ob die „Wölfe“ überhaupt auch nur eine dieser fünf Partien gewinnen.

Denn mit Leipzig, Stuttgart und Hoffenheim warten drei Top-Teams der Bundesliga auf die Wolfsburger, mit Augsburg und Hamburg zudem zwei direkte Konkurrenten im Abstiegskampf - die zuletzt aber jeweils für ein Ausrufezeichen sorgten. Augsburg gewann mit 2:1 beim FC Bayern München, der HSV trotzte dem deutschen Rekordmeister immerhin ein 2:2 ab. Und Wolfsburg? Verlor im Januar sang und klanglos mit 1:8 in München. Schafft der VfL Wolfsburg nicht zeitnah die Wende, droht den Niedersachsen (seit 1997 in der Bundesliga) der erstmalige Abstieg aus dem deutschen Fußball-Oberhaus. (nag)