Die deutsche Biathletin Janina Hettich-Walz hat sich nach der Geburt ihres Kindes eindrucksvoll zurückgemeldet und große Ziele für Olympia.
München – Als Janina Hettich-Walz im Februar 2025 ihre Tochter Karlotta zur Welt brachte, wusste sie längst, dass dies kein Abschied vom Biathlon sein würde – sondern lediglich eine neue Etappe auf dem Weg zu ihrem größten Traum: den Olympischen Spielen 2026 in Mailand-Cortina. Die 29-jährige Schwarzwälderin, die beim SC Schönwald trainiert, zählt nach mehreren starken Jahren im Weltcup und zwei WM-Silbermedaillen zu Deutschlands aussichtsreichsten Hoffnungsträgerinnen im Biathlon.
Nach ihrer Babypause kämpfte sie noch entschlossener denn je um ihren Platz im Olympiateam. Schon während ihrer Schwangerschaft verlor Hettich-Walz ihr sportliches Ziel nie aus den Augen. „Die Schwangerschaft war geplant, auch der Zeitpunkt – mit Blick auf die Olympischen Spiele 2026“, erklärte sie in einem Interview mit der Welt. Die Athletin blieb aktiv, trainierte angepasst weiter und behielt so ihre Basisfitness bei.
Deutscher Biathlon-Star mit großen Zielen bei Olympia
Ihr Comeback nach der Geburt gelang schneller, als selbst sie erwartet hatte. In Östersund stand sie im Herbst 2025 erstmals wieder im Weltcup am Start – als frisch gebackene Mutter und mit einer klaren Mission: „Olympia bleibt mein Traum.“ Sportlich hat Hettich-Walz längst bewiesen, dass sie mit der Weltspitze mithalten kann. Nach WM-Silber 2021 mit der Staffel feierte sie 2024 in Nove Mesto ihren größten individuellen Erfolg, als sie im Einzel erneut Silber holte.
In der Saison 2023/24 beendete sie den Gesamtweltcup auf Rang zehn, bevor sie 2024/25 aufgrund ihrer Schwangerschaft pausierte. Dass sie sich trotz dieser Unterbrechung für Olympia 2026 qualifizieren will, zeugt von bewundernswerter Konsequenz. Die olympischen Rennen finden in Antholz statt – einem Ort, der ihr besonders liegt.
„Ich habe dort schon einige gute Wettkämpfe gemacht. Die Strecke liegt mir“, erklärte sie auf Team Deutschland. Dass sie die Herausforderung auch emotional sieht, betont sie offen: Ihre Tochter motiviere sie zusätzlich, aber sie relativiere auch den Druck – „Wenn es nichts werden sollte mit Olympia, strahlt sie mich trotzdem an“, sagte Hettich-Walz lächelnd vor einiger Zeit.
Doch es hat geklappt, sie hat ihren Platz im deutschen Biathlon-Team sicher. Ob sie es tatsächlich mit einer Medaille in Mailand-Cortina schafft, bleibt abzuwarten. Doch eines steht fest: Ihr Comeback ist schon jetzt eine Geschichte, die weit über den Sport hinausreicht – ein Beweis dafür, dass Herz, Disziplin und Mut oft die kraftvollsten Trainingspartner sind. (smr)