Ex-Bürgermeisterkandidaten: Das machen Martina Raschke und Larry Terwey heute

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Das Rathaus am Karl-Lederer-Platz in Geretsried. © Sabine Hermsdorf-Hiss

Drei Kandidaten fordern Bürgermeister Michael Müller am 8. März 2026 heraus. Vor sechs Jahren standen ganz andere Namen auf dem Wahlzettel.

Geretsried – Was machen eigentlich die Bürgermeisterkandidaten von 2020? Gegen den damaligen Amtsinhaber Michael Müller von der CSU traten Wolfgang Werner (SPD), Martina Raschke (Grüne) und Larry Terwey (FDP) an. Müller gewann auf Anhieb deutlich mit 62 Prozent. Raschke kam auf respektable 18 Prozent, Werner auf elf und Terwey auf acht. Die Herausforderer saßen alle – eine Zeit lang zumindest – im Stadtrat. Wegen interner Querelen trat Martina Raschke 2023 in der Mitte der Amtsperiode zurück. Zuvor hatte sie schon ihr Grünen-Parteibuch abgegeben. Larry Terwey verließ das Gremium noch früher. Nach wenigen Monaten legte er sein Mandat nieder, weil er wegen seiner schwer erkrankten Frau nach Prien am Chiemsee umziehen musste. Nur Wolfgang Werner ist noch übrig. Der Sportreferent kandidiert am 8. März erneut auf Platz 3 der SPD-Liste für den Stadtrat.

Larry Terwey von der FDP wollte 2020 Bürgermeister werden.
Als Bürgermeisterkandidat der FDP holte Larry Terwey rund acht Prozent. © Hans Lippert

Martina Raschke ist nach Lübeck gezogen

Martina Raschke hat Ende vergangenen Jahres alle Zelte in Geretsried abgebrochen. Sie habe ihr Haus in Gelting verkauft und sei nach Lübeck gezogen, erzählt sie auf Nachfrage am Telefon. Vom südlichsten Bundesland ins nördlichste, von den Bergen ans Meer. „Ich wollte Veränderung“, erklärt die gelernte Industriekauffrau nach 33 Jahren in Bayern.

Martina Raschke kandidierte 2020 für die Geretsrieder Grünen als Bürgermeisterkandidatin.
Martina Raschke und Grünen-Chef Michael Kling feierten vor sechs Jahren 18 Prozent. © Matthias Wupper

Seit langem arbeitet sie als Coachin und Mediatorin. Auch in ihrer neuen Heimat möchte die gebürtige Ostwestfalin als Beraterin in einer Praxisgemeinschaft tätig sein. Nach München werde sie aber sicher gelegentlich zurückkehren, da ihre beiden Kinder dort leben, sagt sie. Den Wahlkampf in Geretsried verfolge sie nur am Rande, gesteht die einst sehr engagierte Grünen-Politikerin. Ob sie der Partei, deren Werte sie immer noch teile, in Schleswig-Holstein beitreten werde, wisse sie derzeit nicht: „Erst einmal muss ich alle Kisten auspacken und hier ankommen“.

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Von Prien aus hat Larry Terwey das politische Geschehen in Geretsried und im Landkreis noch im Blick. „Ich habe guten Kontakt zum ehemaligen Stadt- und Kreisrat Günther Fuhrmann“, sagt Terwey. Mit Edmund Häner, der für ihn in den Stadtrat sowie in den Kreistag nachrückte, sei er anfangs im Austausch gewesen. Mittlerweile ist Häner jedoch zur Geretsrieder Liste gewechselt, weshalb die Verbindung der zwei Herren abriss.

Larry Terwey ist aus der FDP ausgetreten

Aus der FDP ist Larry Terwey ausgetreten. Der 60-jährige IT-Spezialist bezeichnet sich selbst als „libertär“. Mit der aktuellen FDP könne er wenig anfangen. Der gebürtige Berliner war schon einmal Mitglied bei der SPD und bei der Bürgervereinigung Wolfratshausen, bevor er zu den Liberalen wechselte. „Ich hätte Lust, mich politisch zu engagieren. Aber mir fehlt im Moment die Zeit“, erklärt er. Terwey arbeitet in einem Robotik-Unternehmen (Innok Robotics), das autonome mobile Roboter herstellt. Weil seine Frau immer noch nicht gesund sei, kümmere er sich zudem um sie, den Haushalt und die im Haus lebenden Kinder.

„Über den Wahlkampf in Geretsried bin ich informiert. Ich könnte jetzt aber nicht sagen, dass ich einen Bürgermeister-Favoriten hätte. Dafür kenne ich die Bewerber außer Herrn Müller zu wenig“, so der ehemalige Geretsrieder.

Tanja Lühr

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